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Trotz Folter-Vorwürfe: Senat wählt Haspel zur CIA-Chefin

Trotz Folter-Vorwürfe: Senat wählt Haspel zur CIA-Chefin

Haspel war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 an einem US-Programm beteiligt, bei dem Terrorverdächtige ohne Rechtsgrundlage in Geheimgefängnisse im Ausland gesteckt und dort von CIA-Agenten vernommen wurden.

Nach den Attentaten vom 11. September leitete sie in Thailand ein CIA-Geheimgefängnis, in dem zwei mutmaßliche Al-Kaida-Angehörige misshandelt wurden.

Das scheint auch eine knappe Mehrheit im Senat so zu sehen und sie wird Gina Haspel wohl zur neuen CIA-Direktorin machen.

Mindestens 51 Senatoren votierten für Haspel, die damit die Leitung des einflussreichen Geheimdienstes übernehmen kann. Sie soll nach Trumps Wunsch die Nachfolge von Mike Pompeo antreten, der im April das Amt des Außenministers übernahm. McCain, der im Vietnam-Krieg selbst gefoltert worden war, ist ein entschiedener Gegner der Folter. Doch die Videoaufnahmen des Verhörs wurden 2005 vernichtet. Die Vereinigten Staaten hatten unter der Regierung von Präsident George W. Bush gehofft, sie könnten von islamistischen Terroristen wichtige Erkenntnisse zur Terrorbekämpfung erpressen. Der Geheimdienstausschuss im Senat stimmte am Mittwoch mit zehn gegen fünf Stimmen für die Kandidatin von Präsident Donald Trump für den Chefposten bei dem mächtigen Auslandsgeheimdienst - trotz Haspels Beteiligung an der Folter von Terrorverdächtigen.

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Von den mittlerweile illegalen Foltermethoden distanzierte sich Haspel kürzlich vor dem Kongress: Rückblickend sei sie der Meinung, dass die CIA die brutalen Verhörmethoden "nicht hätte anwenden sollen", hatte sie Anfang der Woche erklärt. Zu ihren Methoden gehörte das berüchtigte "Waterboarding", also das simulierte Ertrinken. Bei ihrer Senatsanhörung versicherte Haspel, sie werde sich gegen solche Verhörmethoden stellen, sollten sie jetzt erneut angeordnet werden. Nach dieser Bekundung ist der Weg für die erste Frau an die Spitze des CIA frei: Amerikanische Medien halten eine Bestätigung von Haspel durch den Senat in den kommenden Tagen für sicher. Allerdings lehnte es die bisher stellvertretende CIA-Chefin ab, die früheren Praktiken zu verurteilen.

Haspel habe nur ihre Pflicht erfüllt, Befehle ausgeführt und im Übrigen damals geltendes Recht eingehalten, sagt Hayden. Wie die renommierte Zeitschrift "The New Yorker" berichtete, taucht der Name Haspel "in vielen dunklen Kapiteln der CIA" auf. Das Programm habe "wertvolle Informationen" geliefert und zur Verhinderung weiterer Anschläge beigetragen.

Gerade in jüngster Zeit habe sie als stellvertretende CIA-Direktorin, die fließend russisch und türkisch spricht, die Kongressabgeordneten mit Fachwissen und Managementqualitäten für sich gewonnen.

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