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"Tag der Katastrophe": Palästinenser starten Generalstreik

Die aktuelle Eskalation werde einem Friedensplan aber nicht schaden, sagte Shah. Der Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, sagte, der Einsatz tödlicher Gewalt dürfe nur allerletztes Mittel sein. Sie haben diesem Regime grünes Licht gegeben, um sowohl die gewaltsame Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu intensivieren als auch militärische Angriffe in Syrien zu starten, die eine Konfrontation mit dem Iran provozieren sollen.

"Wir müssen aufklären, was gestern passiert ist, warum das Verschießen von so viel scharfer Munition gerechtfertigt wird", zeigte sich Karen Pierce, Großbritanniens Botschafterin bei den Vereinten Nationen besorgt. Es wurde der blutigste Tag im Nahostkonflikt seit 2004: Mindestens 60 Palästinenser wurden getötet, mehr als 2400 verletzt. Rund 2800 wurden verletzt. Nach dem israelische Soldaten 55 Palästinenser in Gaza erschossen hatten, rief Palästinenserpräsident Abbas eine dreitätige Trauer aus und rief am 70. Gedenktag an die "Nakba" (Große Katastrophe) zu großräumigen Streiks auf.

"Die Zahl der Toten bei den zivilen Demonstrationen im Inneren von Gaza ist nicht zu rechtfertigen". Israelischen Medien zufolge beteiligten sich zunächst etwa 35.000 Menschen an den Protesten. Die Hamas wolle unter dem Deckmantel der Proteste Anschläge in israelischen Grenzorten verüben, sagte Armeesprecher Ronen Manelis. Auch dagegen richteten sich die Proteste an der Grenze zum Gazastreifen, weil die Palästinenser Ost-Jerusalem als ihre Hauptstadt für ihren künftigen Staat beanspruchen.

Im Gazastreifen blieben wegen eines Generalstreiks Geschäfte, Schulen und die Universitäten geschlossen. Kuwait kündigte den Entwurf einer UN-Resolution zum Schutz palästinensischer Zivilisten an. Die Sitzung begann mit einer Schweigeminute für die Opfer der Unruhen an der Gaza-Grenze.

Ein Auslöser für die Proteste im Gazastreifen war die Eröffnung der US-Botschaft am Montag in Jerusalem - ausgerechnet am Jahrestag der Staatsgründung Israels. Die Menschen protestieren zudem gegen eine mehr als zehnjährige Blockade des Küstenstreifens durch Israel und Ägypten.

Das Weiße Haus sieht die Verantwortung für die Gewalteskalation voll und ganz bei der seit 2007 im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas. Die härteste Kritik kommt aus Ankara.

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete das Blutvergießen im Gazastreifen als Völkermord. Israel verwies den türkischen Konsul bis auf Weiteres des Landes. "Egal von welcher Seite er kommt, von Amerika oder von Israel, ich verfluche dieses humanitäre Drama, diesen Genozid", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend. Südafrika zog seinen Botschafter aus Israel ab, Belgien bestellte die israelische Botschafterin für Mittwoch ins Außenministerium in Brüssel ein, auch in Irland wurde der israelische Botschafter einbestellt. "In Gaza, auf der anderen Seite, sind Tausende zusammengekommen, um nach Israel einzudringen und Terrorakte zu verüben".

Die international umstrittene Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat am Montag massive Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der israelischen Armee mit Dutzenden Toten ausgelöst. Nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft muss der Status der Stadt in gemeinsamen Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern festgelegt werden.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei wegen der Gewalt im Gazastreifen verschlechtern sich von Stunde zu Stunde. Die Organisation Human Rights Watch sprach von einem "Blutbad".

Bei neuen Konfrontationen mit israelischen Soldaten am Gazagrenzzaun ist ein Palästinenser getötet worden. Die Bundesregierung warf der Hamas Anstachelung zur Gewalt vor.

Einen glorreichen Tag hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den Montag genannt.

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