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Erkenntnisse über Nowitschok gehen auf BND zurück

Erkenntnisse über Nowitschok gehen auf BND zurück

Weil Nowitschok einst in der Sowjetunion entwickelt wurde, richteten sich die Vorwürfe des Westens nach dem Anschlag auf Sergej Skripal und seine Tochter gegen Russland. Nach gemeinsamen Recherchen der ZEIT mit dem Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR beschaffte ein Informant des Dienstes in den Neunzigerjahren eine Probe des Stoffs.

Der Auslandsgeheimdienst BND sei durch einen Überläufer aus Russland an den gefährlichen chemischen Kampfstoff gekommen. Auch die Bundeswehr sei in den Vorgang eingebunden gewesen, berichten die Medien unter Berufung auf Personen, die an der Entscheidung beteiligt gewesen seien. Die heutige Bundesregierung bemühe sich nun, den Vorgang zu rekonstruieren. Die Bundesregierung und der BND erklärten demnach auf Anfrage, zu "nachrichtendienstlichen Angelegenheiten grundsätzlich nur den geheim tagenden Gremien des Deutschen Bundestages" Auskunft zu geben.

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Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll Medienberichten zufolge bereits in den 1990er Jahren Proben eines Nervengiftes der "Nowitschok"-Gruppe bekommen haben, mit dem Anfang März 2018 der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia in Großbritannien vergiftet worden sein sollen". "Wir wollten auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als würden wir uns selbst für solche Chemiewaffen interessieren", wird eine mit den damaligen Diskussionen vertraute Person zitiert. Mit Wissen von Kanzleramt und Verteidigungsministerium sei die Probe in einem schwedischen Labor analysiert worden.

Der letzte sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hatte schon 1987 versichert, dass die Produktion von C-Waffen eingestellt werde. Später wurde eine Arbeitsgruppe aus fünf westlichen Geheimdiensten und dem BND eingesetzt, die alle Erkenntnisse zu Nowitschok zusammentrug. Um das gute Verhältnis zum damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin nicht zu belasten, entschied sich die Bundesregierung dem Bericht zufolge, die Existenz von Nowitschok nicht öffentlich zu machen.

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