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Zehntausende protestieren gegen rechtskonservative Regierung in Wien

Zehntausende protestieren gegen rechtskonservative Regierung in Wien

Auf Spruchbändern, selbstgemalten Protestschildern und unzähligen Flugblättern spiegeln sich die Vorbehalte der Demonstrationsteilnehmer wider: "Nein zu schwarz-blau", "Lasst Nazis nicht regieren", "Hände weg vom Sozialstaat", "Nein zu Hartz IV"- eine Anspielung auf die geplante Abschaffung der bisherigen Leistungen für Langzeitarbeitslose. Als die Demospitze bereits in die Babenbergerstraße nahe dem Ring kam, setzten sich die letzten Teilnehmer am Westbahnhof erst in Bewegung und zogen, umgeben von zahlreichen Schaulustigen, Richtung Innenstadt. Mit einem Lichtermeer am Heldenplatz endete die Kundgebung kurz nach 18.00 Uhr friedlich.

Polizeilich relevante Vorfälle gab es vorerst keine, lediglich im rund 200 Personen umfassenden schwarzen Block wurden einzelne pyrotechnische Gegenstände gezündet und Eier geworfen.

Vermisste 14-Jährige ist wieder da
Sie ist wohlauf und in der Obhut ihrer Eltern. 170 cm groß, schlank, braune kurze Haare, Halbafrikanerin mit dunklerem Teint. Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung konnte der Aufenthaltsort der Jugendlichen ermittelt werden.

Skifliegen: Stjernen feiert auf Kulm Premiere
Der 45 Jahre alte Japaner Noriaki Kasai, Skiflug-Weltmeister von 1992 (!), erzielte als Sechster sein bestes Saisonergebnis. Der Norweger Daniel Andre Tande hat die Qualifikation für das Skifliegen in Bad Mitterndorf gewonnen.

JP Morgan spürt mauen Anleihehandel und Steuereffekt
So schnellte der Gewinn im vierten Quartal auf 2,3 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) in die Höhe - ein Plus von 171 Prozent. Die US-Bank JP Morgan Chase & Co hat im vierten Quartal wegen der US-Steuerreform einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen.

Zur Protestkundgebung gegen die schwarz-blaue Bundesregierung hat ein loses Bündnis der Gewerkschaftsbasis, der Jugendverband der Österreichischen Sozialdemokraten, verschiedene Asylhilfe-Gruppierungen, der Studentenverband sowie Organisationen wie die "Plattform Radikale Linke" und die "Offensive gegen rechts". Die Plattformen werfen der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor. Unmittelbar vor dem Schwarzen Block marschierte übrigens eine Gruppe unter dem Motto "Omas gegen Rechts".

Auch Flüchtlingsinitiativen sowie zahlreiche Schüler und Studenten waren vertreten. Mit Pfeifkonzerten und Transparenten protestierten sie gegen die Politik der im Dezember gebildeten Regierung. "Hoch die internationale Solidarität" skandierten die Teilnehmer und forderten den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Es sei nun die Pflicht der nachfolgenden Generation, dass die Lehren aus der Geschichte nicht vergessen werden. Michael Genner von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik erinnerte daran, dass Christian Broda nicht nur Justizminister, sondern auch Widerstandskämpfer war. Darin kritisierte die Cousine des Innenministers die "billigen Sprüche" der Regierung. Rund um die Demonstration kam es zu umfangreichen Verkehrsstaus.

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