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ÖFB-Präsident Windtner: "Es ist alles belegbar!"

ÖFB-Präsident Windtner:

Wien. (may) Viel Lärm um nichts, oder steckt hinter den Ermittlungen gegen ÖFB-Boss Leo Windtner tatsächlich auch Substanz?

Zuvor hatten die österreichischen Internetseiten addendum.org und 90minuten.at berichtet, dass ÖFB-Präsident Leo Windtner ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sei. Ihm wird vorgeworfen, bei einer 100.000-Dollar-Spende durch Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter "intransparent und rechtlich fragwürdig agiert" zu haben.

Nach einer angeblichen weiteren Intervenierung Windtners bei Blatter soll das Geld dann im März 2015 direkt auf das Projektkonto der Privatinitiative bei der Linzer Oberbank eingelangt sein. Die Schirmherrin der Organisation war damals Leo Windtners Ehefrau.

Laut den Recherchen von 90minuten.at und "Addendum" hat die Fifa die intern genehmigte Summe ursprünglich dem ÖFB überweisen wollen und das auch getan.

Windtner habe Unterlagen eingereicht, von denen der ÖFB offiziell keine Kenntnis gehabt haben soll.

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Windtner ließ nicht locker, kontaktierte erneut Blatter.

Wie "News" im Frühjahr 2015 berichtete, habe sich Windtner im Sommer 2014 um eine Förderung der FIFA bei Blatter bemüht. Tags darauf sei das Geld laut heimischen Medienberichten auf das Konto in Oberösterreich geflossen. Ob Sepp Blatter das Geld eigenständig überweisen hat, ist noch nicht geklärt. Wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung wurde der Schweizer von der Ethikkommission der FIFA für acht Jahre gesperrt. Ein Berufungsgericht reduzierte diese Sperre jedoch um zwei Jahre. Der seit 2009 als ÖFB-Präsident amtierende Windtner halte sich auf Anfragen dazu aber bedeckt. Zu den 100.000 Dollar Fördergeld erklärte der Oberösterreicher bereits früher, dass dies ordnungsgemäß verwendet worden sei.

In der Stellungnahme des ÖFB gegenüber den "90minuten.at" und "Addendum" hieß es, dass Leo Windtner in einer Sitzung des ÖFB-Präsidiums am 7. Dezember des Vorjahres darüber informiert habe, dass eine Anzeige des Eisenbahnersportvereins Wels bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien gegen ihn vorliege. Diese ging im April 2017 ein.

"Der Anzeigeerstatter verweist dabei selbst auf eine aus seiner Sicht ungerechte Behandlung des Sportvereins durch den Oberösterreichischen Fußballverband, die somit Anlass für die Anzeige war", hieß es in dem der APA vorliegenden Statement.

"Wir ermitteln wegen des Vorwurfs, dass Verantwortliche des ÖFB von Verantwortlichen der Fifa 100.000 Dollar im Zusammenhang mit der Wahl des Fifa-Präsidenten gefordert hätten", sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Windtner soll demnach eine Stellungnahme bei der Staatsanwaltschaft abgeben haben, "wobei keinerlei Neuinhalte über den Status 2015 hinzugetreten sind".

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