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Boateng mit emotionalem Statement gegen Rassismus

Boateng mit emotionalem Statement gegen Rassismus

Wie gestern, als alle Autogramm- und Fotowünsche erledigt waren. "Wir müssen eine Front bilden und dagegen angehen", bot der Frankfurter Matuidi an. Boateng versteht diese Haltung nicht. "Ich bin sehr sauer, und ich bin sehr traurig", sagte Boateng und sah irgendwie sehr sauer und sehr traurig aus. Ich stehe hinter ihm.

Frankfurt - Kevin-Prince Boateng und Gelson Fernandes haben sich auf Twitter mit dem französischen Nationalspieler Blaise Matuidi solidarisiert, der in der italienischen Liga Serie A von gegnerischen Fans mehrfach rassistisch beleidigt worden war. Anfang 2013 hatte er bei einem Testspiel noch im Trikot des AC Mailand einmal aus Protest gegen rassistische Rufe von den Rängen an seine Adresse einmal den Platz verlassen hatte. Beim Weltfußballverband Fifa war er beispielsweise das Gesicht einer Anti-Rassismus-Kampagne, und erst im Dezember war er für sein Engagement mit einem Preis des Radiosenders "1LIVE" ausgezeichnet worden. Mit Matuidi will er zeitnah telefonieren. Er geht nach Hause und wurde zutiefst beleidigt, nur weil er eine andere Hautfarbe hat. "Überlegt euch mal, wie sich das anfühlt", verdeutlichte Boateng die Situation des Franzosen. Viele Menschen wissen das nicht. "Aber wir gehen nach Hause und müssen fühlen, dass wir einfach anders sind, immer noch", beklagt Boateng. Die gleiche Erfahrung hatte der 30-Jährige bereits während einer Partie bei Hellas Verona gemacht. Dass der Verein danach mit 20 000 Euro davon kam, ist für Boateng ein schlechter Scherz - verständlich in Zeiten von neunstelligen Ablösesummen. Es kann nicht so weitergehen, dass es irgendwelche Strafen gibt, und dann ist es okay. "Das Maß ist voll", sagte Boateng am Dienstag, "wir dürfen nicht die Augen zumachen, denn es passiert weiter jeden Tag".

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Die gute Laune nach dem sonnigen Trainingslager in Spanien war rasch verflogen, als Boateng am Montagabend die neueste H&M-Werbung sah: Ein dunkelhäutiger Junge warb auf der Internetseite des Modeherstellers für einen Pulli mit der Aufschrift "Coolest monkey in the jungle" (auf Deutsch: Der coolste Affe im Dschungel). H & M hat das Foto inzwischen zurückgezogen und sich entschuldigt. Eine Entschuldigung reicht mir dann nicht, ich nehme dafür keine Entschuldigung an. Er sei einfach nur "traurig und wütend", habe "gezittert", als er das Foto gesehen hatte, "es ist schlimm, dass immer noch solche Dinge passieren und wir darüber reden müssen". "Da soll mir keiner anfangen, dass es nichts mit Rassismus zu tun hat", echauffierte sich Boateng. Er selbst sei aufgrund seiner Hautfarbe bereits als "Affe" beschimpft worden. "Du bist ein großer Spieler, ein Beispiel für junge Menschen". Jeder fragt sich: Wie kann einem Konzern so etwas passieren?

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