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Aus für Autoindustrie in Australien: Letzte Fabrik schließt

Lange war Australien für seine Autoindustrie bekannt.

Die Schließung des Werks im Norden von Adelaide im Bundesstaat South Australia am Freitag (20.10.2017) ist das Ende einer Ära: Holden war 1856 als Sattlerei gegründet worden und stellte 1948 das erste Auto in Massenfertigung in Australien her. Premierminister Malcolm Turnbull sagte, er sei sehr traurig, "wie wir alle".

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Der letzte in Australien produzierte Holden. Künftig baut er in anderen Ländern, unter anderem in Europa, Fahrzeuge, wie die Firma am Freitag auf Twitter schrieb. GM verkauft die Holden-Modelle in anderen Ländern unter der Marke Chevrolet.

Die Produktion in Adelaide wurde bereits seit 2013 zurückgefahren, rund 5000 Arbeitsplätze sind insgesamt weggefallen. "Heute ist ein sehr emotionaler Tag für einige und ein sehr trauriger", sagte John Camillo von der Industriegewerkschaft AMWU. Die Gewerkschaft macht die Regierung für die Schliessung verantwortlich - Subventionen für die Industrie gibt es seit 2014 nicht mehr. "Jeder Autobauer auf der ganzen Welt wird von seiner Regierung auf die eine oder andere Weise unterstützt". Auch der amerikanische Autokonzern Ford hatte sein letztes Werk in Australien bereits dicht gemacht. Dies vor allem wegen des vergleichsweise kleinen Absatzmarktes und der starken Konkurrenz durch Werke in Asien. Da die Importzölle auf Autos bei lediglich fünf Prozent lägen, sei es für Konzerne somit billiger, Autos woanders zu bauen und nach "Down Under" zu importieren. Das Industrieministerium verweist etwa auf Zulieferer, die in die Hausgerätebranche eingestiegen sind. "Hier gibt es eine Reihe von Leuten, die seit den 70ern hier arbeiten". Jetzt verlieren Hunderte ihre Jobs.

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