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USA bei G20-Gipfel isoliert

USA bei G20-Gipfel isoliert

Putin setzt nach eigenen Angaben vor allem darauf, dass die USA im Syrien-Konflikt nun eine weniger harte Haltung einnehmen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (l, CDU) und Donald Trump, Präsident der USA, unterhalten sich am 07.07.2017 zu Beginn der Retreat-Sitzung der G20 Staats- und Regierungschefs zum Thema "Fighting Terrorism" beim G20-Gipfel in Hamburg. Auf beiden Seiten gab es Verletzte. Die Zahlen zu verletzten Demonstranten oder unbeteiligten Menschen lägen noch nicht vor, teilte die Polizei in Hamburg mit.

Am Freitagmorgen eskalierte die Lage nach der Krawall-Nacht erneut. Auch Beobachter an den Brennpunkten des Abends berichten, dass die Polizei Wasserwerfer und Beamte abziehe. Er gehe von über hundert verletzten Demonstranten aus. 45 Menschen werden festgenommen, 12 in Gewahrsam genommen. Erdogan sagte am Samstag bei seiner Abschluss-Pressekonferenz, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron deutlich gemacht, dass das Klimaabkommen nicht vom türkischen Parlament ratifiziert werde, "bis die uns gegebenen Versprechen nicht erfüllt werden". Auch drei Streifenwagen seien attackiert worden. Zur Zahl der abgebrannten Autos konnte die Polizei keine Angaben machen, die Feuerwehr sprach von einigen Dutzend. Die Scheiben zweier Streifenwagen seien eingeschlagen worden, auf ein Fahrzeug sei eine Brandflasche geworfen worden, es habe aber kein Feuer gefangen.

Polizisten laufen am 06.07.2017 in Hamburg im Schanzenviertel an einer brennenden Barrikade vor der Roten Flora entlang.

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac verurteilte die Strategie der Polizei.

G20-Gipfel in Hamburg: Wie Angela Merkel die Staatsgäste in Hamburg begrüßt
Am Morgen nach einer Nacht der Randale sendet die Hamburger Polizeiführung einen Hilferuf an die Kollegen anderer Bundesländer. Ein Sonderzug aus Basel brachte am Donnerstagmorgen nach etwa 14 Stunden Fahrt rund 700 Protestler aus Deutschland mit.

Wegen Protesten beim G20-Gipfel: Melania Trump saß stundenlang in Unterkunft fest
Die Polizei habe ihr keine Sicherheitsfreigabe erteilt, sagte ihre Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am frühen Nachmittag. Das Programm für die Partner der Staats- und Regierungschefs in Hamburg wurde wegen der Krawalle in der Stadt geändert.

Merkel verspricht Gewalt-Opfern Entschädigung
Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka forderte die Bundesregierung auf, einen Soforthilfefonds für Betroffene aufzulegen. Es gebe nicht die geringste Rechtfertigung für die "brutalen Angriffe. auf das Leben der Polizisten", fügte sie hinzu.

Auch die Veranstalter von "Welcome to Hell" warfen der Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor. Sie hatte den am Fischmarkt in der Nähe der Reeperbahn gestarteten Aufmarsch am frühen Abend nach wenigen Metern mit Polizeiketten gestoppt und rund 1000 vermummte Autonome aufgefordert, ihre Maskierungen abzulegen.

Ein Polizeisprecher betonte: "Eine Vermummung in einem Aufzug ist ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und wird von uns nicht geduldet".

Den ganzen Tag über kam es in Hamburg zu Krawallen. Dies sei aber nicht gelungen. Demonstranten hätten Fahrräder und andere Gegenstände angezündet. Demonstranten blockieren Straßen. Die Polizei geht wie angekündigt mit Härte gegen die Protestierer vor. Aus dem Stadtteil St. Diese errichteten Barrikaden, Beamte würden angegriffen. Es gebe nicht die geringste Rechtfertigung für die "brutalen Angriffe (.) auf das Leben der Polizisten", fügte Merkel hinzu. Die Polizei zählte hier 6000 Demonstranten, die Veranstalter 10.000. Dort hätten sich etwa 1500 militante Gewalttäter versammelt. "Da gibt es keine größeren Probleme", sagte ein G20-Teilnehmer.

Unterdessen wies das Hamburgische Oberverwaltungsgericht mehrere Beschwerden der globalisierungskritischen Organisation Attac zurück.

Die Sicherheit der Gipfelteilnehmer sei aber gewährleistet, versicherte die Polizei.

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