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UNESCO erklärt Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe - Israel empört

UNESCO erklärt Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe - Israel empört

Die Entscheidung des Welterbekomitees in Krakau, die Altstadt von Hebron zum Weltkulturerbe und gleichzeitig zum bedrohten Welterbe zu erklären, war am Freitag in geheimer Abstimmung mit zwölf Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen gefallen.

Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die Entscheid als "wahnsinnig". Er kündigte an, er werde die Zahlungen an die UNO weiter um eine Million Dollar (879.000 Euro) reduzieren. Dennoch habe die Unesco es zum Kulturerbe der Palästinenser erklärt. Das zurückbehaltene Geld solle der Einrichtung eines Museums für das jüdische Kulturerbe in Hebron und Kiriat Arba zugute kommen, sagte Netanjahu.

Tradition In der Höhle der Patriarchen, auf Hebräisch Maarat HaMachpela, befinden sich nach der Tradition die Gräber der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob sowie ihrer Frauen Sara, Rebekka und Lea.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, unterstützte die Kritik. "Die Unesco-Abstimmung zu Hebron ist auf mehreren Ebenen tragisch", sagte Haley laut Mitteilung in der Nacht zum Samstag in New York. "Und sie bringt eine sowieso schon fragwürdige UN-Behörde weiter in Verruf". Sie untergräbt das Vertrauen, das für einen Erfolg der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche gebraucht wird.

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Auch der Jüdische Weltkongress (WJC) kritisierte die Entscheidung der Unesco. Der WJC hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nicht in Israel lebenden Juden zu vertreten. "Die jüdische Verbindung zu Hebron geht Tausende Jahre zurück". "Hebron und die Patriarchengräber sind die ältesten Kulturerbestätten unseres Volkes".

Im Jahre 2010 hatte Israel die Hebroner Patriarchengräber ebenso wie das Rachelsgrab bei Bethlehem auf eine Liste israelischer Kulturstätten gesetzt und damit die Palästinenser verärgert.

Das Grabmal der Patriarchen in Hebron ist Pilgerstätte von Juden, Christen und Muslimen. Bei einem Massaker 1929 tötete eine aufgebrachte Menge von Arabern 67 Juden. Nach der Eroberung der Stadt durch israelische Truppen im Jahr 1967 kehrten religiöse Juden in die Altstadt zurück. Israel und die USA hatten versucht, den besonderen Status für die in den palästinensischen Autonomiegebieten gelegene Stadt zu verhindern. Seit 1994, als in den Patriarchengräbern 29 Palästinenser erschossen wurden, herrscht eine erhöhte Sicherheitsstufe für jüdische Siedler.

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