• Nachrichten
  • Gesundheit

Polizei stoppt G20-Protest "Welcome to Hell"

Polizei stoppt G20-Protest

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie habe Verständnis für friedlichen Protest, aber gewalttätige Demonstrationen brächten "Menschenleben in Gefahr" und seien "nicht zu akzeptieren".

Auch Beamte aus Bremen und Bremerhaven sind bei den Krawallen in Hamburg verletzt worden.

Der sogenannte G20-Ermittlungsausschuss, der in Kontakt mit Demonstranten steht und sie unterstützt, wies der Polizei die Schuld an den gewalttätigen Auseinandersetzungen zu.

Ein friedliches Fortführen der Demo sei weiterhin möglich, betonte sie. Nach stundenlangen Ausschreitungen war die Lage laut Polizei am frühen Samstagmorgen wieder ruhig. Fünf Demonstranten wurden vorläufig festgenommen. Linke Gruppen und Friedensinitiativen, aber auch Autonome und Linksextreme unterstützten sie. Der Protestmarsch sollte vom Fischmarkt an den Messehallen vorbei ziehen und am Millerntorplatz enden.

Beim zweitägigen Alternativgipfel werden bis zu 1500 Teilnehmer erwartet. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sollte am Nachmittag bei der Abschlusskundgebung sprechen.

Und so nimmt das Unheil seinen Lauf: Gerade einmal rund 100 Meter weit kommt der Demonstrationszug, den Linksautonome rund um die "Rote Flora" angemeldet hatten. Die Einsatzkräfte rückten nacheinander in mehreren Straßen vor. Ein Geschäft einer Drogerie-Kette und ein Supermarkt wurden geplündert. Pauli brannten am Freitagabend Barrikaden, wie AFP-Reporter berichteten. Die Beamten stoppten den Zug und setzten Pfefferspray sowie mehrere Wasserwerfer ein. "Die Auseinandersetzungen bei der Demonstration 'Welcome to Hell' waren eine Eskalation mit Ansage: Es ist offenkundig, dass diese Demonstration nach dem Willen von Polizei und Senat nie laufen sollte", sagte Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

Читайте также: G20-Gipfel in Hamburg: Wie Angela Merkel die Staatsgäste in Hamburg begrüßt

Die Straßen wurden teilweise zerstört. "Ganz Hamburg hasst die Polizei", so schallt es immer wieder durch die Straßen. Man habe zunächst Kräfte gesammelt, zudem habe die Polizei auf die Sicherheit der Beamten achten müssen. Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Gehwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Polizisten wurden mit Latten angegriffen. Seit Beginn des Polizeieinsatzes am 22. Juni wurden den Polizeiangaben zufolge bisher insgesamt 143 Menschen fest- und 122 in Gewahrsam genommen. Einige Demonstranten, sowie die grüne Politikerin Irene Mihalic gaben gar der Polizei selbst die Schuld, dass es zu derartigen Gewaltausbrüchen gekommen sei. Manche von ihnen sind am Flughafen stationiert oder kümmern sich um den Verkehr.

Angesichts der anhaltenden linksautonomen Krawalle forderte die Polizei der Hansestadt am Freitag Verstärkung aus anderen Bundesländern an - und erhielt sie.

Hamburg erlebt die zweite heftige Krawallnacht in Folge. Die politischen Gespräche wurden aber von der Gewalt überschattet. Die Angriffe hätten nichts mit politischen Motiven oder Protest zu tun.

Auch in der zweiten Gipfelnacht hielten die Gewaltexzesse an. "Attac hat mit den sinnlosen Zerstörungen der vergangenen Nacht in Hamburg nichts zu tun und lehnt sie ab", teilte Attac mit. Im Schanzenviertel gab ein Beamter nach Polizeiangaben am Abend einen Warnschuss ab, nachdem er von Gewalttätern massiv bedrängt worden war.

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac verurteilte die Strategie der Polizei.

При любом использовании материалов сайта и дочерних проектов, гиперссылка на обязательна.
«» 2007 - 2018 Copyright.
Автоматизированное извлечение информации сайта запрещено.

Код для вставки в блог

Lassen Sie Ihren Kommentar