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Mehr als 7000 Soldaten und Staatsbedienstete in Türkei entlassen

Mehr als 7000 Soldaten und Staatsbedienstete in Türkei entlassen

Nach Angaben der Internetseite "Turkey Purge", die Erdogans Großreinemachen dokumentiert, wurden bisher 138 148 Staatsdiener entlassen.

Istanbul. Als die Panzer rollten, die Kampfflugzeuge im Tiefflug über die Dächer Istanbuls donnerten und die Bürger auf die Straßen strömten, um sich den Soldaten entgegenzustellen, schien die Sache klar zu sein. Er halte es für erwiesen, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vorab über die Putschpläne informiert gewesen ist. Ein Jahr ist seit der Niederschlagung des versuchten Aufstandes vergangen.

Doch das System Erdogan bringt keine Stabilität, es ist auf Sand gebaut. Erdogan wirft ihnen - ohne Beweise - die Vorbereitung eines neuen Putschversuches vor. CHP-Sprecher Bülent Tezcan sagte am Freitag in Ankara, nach Protesten habe Parlamentspräsident Ismail Kahraman, der zur AKP gehört, eine Einladung geschickt. Sie treffen nicht nur jene, die unmittelbar am Putschversuch beteiligt gewesen sein sollen.

Ein Jahr nach dem Putschversuch: So geht es der Gülen-Bewegung in Deutschland Morddrohungen, Schulschließungen, zerbrechende Familen: Die deutsche Gülen-Bewegung kämpft seit dem Umsturzversuch in der Türkei um ihren Ruf - und ums Überleben.

Karakoyun räumte ein, dass sich die früher mit Erdogan verbündete Gülen-Bewegung nicht kritisch genug mit dessen Vergangenheit auseinandergesetzt habe, bevor man gemeinsame Sache gemacht habe. In seinem Schreiben beteuerte er erneut, nichts mit dem Putschversuch zu tun zu haben. Auch westliche Staaten hegen Zweifel. Tatsächlich sind bis heute viele Fragen offen - zum Beispiel die, ab wann die Behörden von den Putschplänen wussten.

Euphorie nach Trumps Wahl ist gewichen Auch die Einschränkung der Bürgerrechte unter dem seit einem Jahr geltenden Ausnahmezustand wird als zu weitgehend kritisiert, während das bei einem Referendum im April mit knapper Mehrheit angenommene Präsidialsystem von den Verfassungsspezialisten des Europarats als Gefahr für Demokratie und Gewaltenteilung gewertet wird. Sofort begannen die von Erdogan so bezeichneten Säuberungen, die bis heute andauern. Nicht alle sind Gülen-Anhänger. Längst wird auch gegen andere Regierungskritiker vorgegangen, in der Regel wegen Terrorvorwürfen, die häufig hochgradig fragwürdig wirken.

Angreifer sticht auf Urlauber in Hurghada ein: Zwei Tote
Wie das Innenministerium weiter mitteilte, handelte es sich bei den Opfern um Touristinnen mit unterschiedlichen Nationalitäten. Bei einem Messerangriff im ägyptischen Ferienort Hurghada sind Sicherheitskreisen zufolge zwei Ukrainer getötet worden.

Hendricks bleibt bei Nein zu Zulassung
In der kommenden Woche ist geplant, dass der zuständige EU-Fachausschuss eine Stellungnahme zum Kommissionvorschlag abgibt. Um mit Ja oder Nein stimmen zu können, muss sich die Bundesregierung einig sein - Hendricks ist nun schon mal dagegen.

Die Kasper-Ampel ist da!
Weber ist sich sicher, dass künftig viele Menschen, die in Augsburg unterwegs sind, auch diese Ampel besuchen werden. Aus Gründen der Sicherheit wird es den Kasperl allerdings nur als grünes Signal geben.

Der türkische Präsident nützt auch den Jahrestag zur Demonstration seiner Herrschaft.

"Ankara war sehr optimistisch am Beginn von Trumps Präsidentschaft, doch die Erwartungen wurden nicht einmal teilweise erfüllt", sagt Özgür Ünlühisarcikli vom German Marshall Fund in Ankara. Just um diese Zeit hatten die Putschisten vor einem Jahr die türkische Hauptstadt angegriffen.

Im Frühjahr wird auch bekannt, dass der türkische Geheimdienst MIT die Hilfe der deutschen Sicherheitsbehörden einfordert, um Jagd auf Erdogan-Kritiker zu machen.

In der Türkei sind weitere 7.000 Staatsbedienste entlassen worden. Mehr als 6.000 mutmaßliche Putschisten wurden festgenommen, unter ihnen auch ranghohe Militärs. Auch zwei Verfassungsrichter wurden inhaftiert.

Vor dem Jahrestag des vereitelten Putschs in der Türkei hat der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak, Deutschland und der Europäischen Union Verrat an den Kurden in der Türkei vorgeworfen.

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