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Hurghada: Zwei deutsche Touristinnen am Strand erstochen

Hurghada: Zwei deutsche Touristinnen am Strand erstochen

Die Botschaft in Kairo stehe im engsten Kontakt zu den ägyptischen Behörden und arbeite daran, schnellstmöglich für Aufklärung zu sorgen, ob tatsächlich deutsche Touristen unter den Opfern sind. Sie rief die Medien dazu auf, Spekulationen und voreilige Schlussfolgerungen zu der Bluttat zu unterlassen. Der Angreifer wurde festgenommen, die Motive für die Tat blieben zunächst aber unklar. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte in der Vergangenheit mehrere Attentate auf Sicherheitskräfte, Touristen und Christen für sich beansprucht. Zur Herkunft der verletzten Urlauber gab es unterschiedliche Angaben. Bislang hat sich auch noch niemand zu der Tat bekannt. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badrashein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo beschossen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Agentur AP meldet das ebenfalls unter Berufung auf Polizeikreise. Der junge Mann sei am Donnerstag nach Hurghada gereist, um dort Arbeit zu finden.

Vor dem Angriff im "Sunny Days El Palacio" soll der Messerstecher bereits an einem benachbarten Hotelstrand Urlauber attackiert haben, bevor er zum Strand der Anlage weitergeschwommen sei. Das Auswärtige Amt bestätigte den Tod zweier deutscher Frauen. "Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind", sagte eine Ministeriumssprecherin am Morgen. Bei zwei von ihnen soll es sich um Frauen aus Russland und Tschechien handeln.

Die Agentur Interfax sprach mit Verweis auf das russische Konsulat von einer verletzten russischen Touristin. Eine 36 Jahre alte tschechische Touristin erlitt nach Angaben des Außenministeriums in Prag bei dem Messerangriff Schnittverletzungen am Bein und am Rücken. Sie schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Dem Manager eines der betroffenen Hotels zufolge wollte der junge Mann nach seinem Angriff auf Badegäste offenbar noch mehr Menschen erstechen. Der Mann sei bewusstlos gewesen und vom Personal gefesselt worden.

Ein Ladenbesitzer wurde vor Ort Zeuge der Tat und sagte, der Mann habe die Frauen auf dem Weg zum Hotel angegriffen. Er habe dann im Vorbeigehen zu ihm gesagt, er soll weggehen, es solle keine Ägypter erwischen.

Außenminister Sigmar Gabriel erklärte über Twitter: "Ich bin sehr bestürzt über dieses feige Verbrechen".

Ein Vertreter des ägyptischen Gesundheitsministeriums sagte AFP, die beiden Toten seien Deutsche. Eine weitere Bekannte von ihm habe die Frauen nach der Tat identifiziert.

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Die Sicherheitsmaßnahmen in Hurghada wurden verschärft.

Wenn die Frauen nun Opfer eines Dschihadisten wurden, ist es nur das jüngste Kapitel im vom Terror geplagten Ägypten: Seit Dezember wurden bei mehreren Selbstmordanschlägen und Angriffen auf die christliche Minderheit im Land mehr als 100 Menschen getötet.

Im Januar 2016 waren in Hurghada ebenfalls Touristen einer Attacke geworden.

Gerade waren vor allem deutsche Touristen wieder in größeren Zahlen an die Strände des Roten Meeres zurückgekehrt und zur wichtigsten Gästegruppe in Ägypten aufgestiegen.

Ägypten ist unter deutschen Urlaubern ein beliebtes Reiseziel.

Ely, der schon Jahrzehnte in dem Taucherparadies am Roten Meer lebt, erzählt, dass er beide Todesopfer kannte.

Der Tourismus in Ägypten kämpft seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak im Jahr 2011 mit vielen Problemen. Die Extremisten übernahmen auch die Verantwortung für den Absturz eines russischen Passagierflugzeugs über dem Sinai im Oktober 2015.

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