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G20: Trump und Putin äußern Hoffnung auf bessere Beziehungen

G20: Trump und Putin äußern Hoffnung auf bessere Beziehungen

Die Stimmung ist kühl, die Tonlage nicht minder. Nach Auffassung von US-Geheimdiensten haben russische Hacker versucht, durch den Diebstahl von Daten der Demokratischen Partei die Wahl zu beeinflussen. Er warf Moskau am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda in Warschau "destabilisierendes" Verhalten vor.

Trump und Putin treffen am Freitag beim G20-Treffen in Hamburg aufeinander. Er wolle den Gesprächsfaden gerne fortführen. Manche Beobachter werten das als die für Russland gefährlichste Konfrontation mit den USA, weil der Kreml finanziell voll und ganz auf die Energieexporte angewiesen ist und diese ihm gleichzeitig politisches Gewicht verschaffen.

Für Fotografen standen die beiden Staatschefs Seite an Seite. Wegen des langen bilateralen Treffen müssen die anderen Gipfelgäste mit dem Abendprogramm in der Elbphilharmonie warten.

Polen hatte zuvor erklärt, das Land wolle US-Raketen des Typs "Patriot" kaufen. Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz bestätigte den Waffendeal mit den USA. Damit soll der europäische Markt unabhängiger von Gaslieferungen aus Russland gemacht werden. Die Frage, ob er bereit sei, in Nordkorea militärisch einzugreifen, beantwortete Trump nicht. Er forderte einen internationalen Schulterschluss gegen das Land. Die USA dächten über "ernsthafte Dinge" nach. "Darüber hinaus kamen außenpolitische Brennpunkte zur Sprache wie Nordkorea, die Lage im Mittleren Osten und der Konflikt in der Ostukraine", sagte der Sprecher. Verbiegen müsse sich aber niemand, Unterschieden könnten benannt werden.

Gewalt bei G20-Protesten in Hamburg geht weiter
Nachdem Polizei und Aktivisten miteinander Gespräche geführt hatten, formierten sich neue Demonstrationszüge im Bereich St. Die beiden setzten sich nur von ihren Außenministern begleitet am Freitag beim G20-Gipfeltreffen in Hamburg zusammen.

Krawalle zum G20-Gipfel - schockierende Bilder aus Hamburg
Anders als für andere Veranstaltungen hatte die Polizei für "Welcome to Hell" ("Willkommen in der Hölle") keine Auflagen erlassen. In der Nacht auf Mittwoch war die Polizei mit Wasserwerfern gegen Aktivisten vorgegangen , die eine Kreuzung blockiert hatten.

Orkanartige Gewitterböen drohen: Unwetterlage in Teilen Deutschlands
Ab dem späten Nachmittag entstehen in der zunehmend schwülen Luftmasse von Westen her erste Schauer oder auch schon Gewitter. Im Nordosten bilden sich schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen, auch orkanartige Gewitterböen sind möglich.

"Lösungen können oft nur gefunden werden, wenn wir kompromissbereit sind, wenn wir uns aufeinander zu bewegen", sagte Merkel zu Beginn der Arbeitssitzung am Freitagmittag, bei der es zunächst um die Fragen von Wirtschaftswachstum und Handel gehen sollte. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die G20-Partner hatten diesen Punkt als ersten besprochen. Kremlchef Wladimir Putin nächtigt im Park Hyatt.

Bringt der saudische König wirklich Kamele mit?

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts will sie daher nur Versammlungszelte für Diskussionen und Veranstaltungen, keinesfalls aber Zelte zum Schlafen dulden. Doch das ist wohl vom Tisch. Sie hatte die Erwartungen an die Gespräche mit Trump bereits am Montag gedämpft: "Wir kennen ja bestimmte Positionierungen der amerikanischen Regierung, und da erwarte ich nicht, dass wegen einer zweitägigen Reise nach Hamburg diese Positionierungen ausgesetzt werden und sich im Kommuniqué plötzlich wiederfinden", hatte sie gesagt.

Trump und Putin dagegen brachen das erste Eis schon am Morgen. Mit Demonstrationen oder Mahnwachen verliehen sie ihrem Protest Ausdruck. Am 07. und 08. Juli kommen in der Hansestadt die Regierungschefs der führenden Industrienationen zum G20-Gipfel zusammen. Zu der abschließenden Großkundgebung "Grenzenlose Solidarität statt G20" am, Samstag werden bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet. Einsatzkräfte seien mit Flaschen und Latten angegriffen worden. Zudem sind die Beamten mit 185 Hunden und 70 Pferden ausgestattet. Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen. Die Gesamtkosten sollen mit rund 130 Millionen Euro zu Buche schlagen. Kritiker glauben aber, es wird viel teurer: Bis zu 400 Millionen Euro könnte der Gipfel kosten, haben sie errechnet. Wer nicht ausreichend Zeit hat, bekommt einen Verpflegungsbeutel mit Brot, Käse, Wurst, Obst und einem Müsliriegel. "Bei allen gibt es Probleme". Die G20-Staaten werden vermutlich auch über die Bekämpfung des Terrorismus, der ja auch als Begründung für den Boykott Katars herhalten muss, sprechen. Die Delegation aus Saudi-Arabien etwa hat in ihrem Hotel unter anderem 30 Lämmer für die Gipfeltage vorbestellt. Es habe monatelange vertrauliche Vorbereitungen gegeben, die Gespräche müssten aber auch noch wochenlang weitergehen.

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