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G20-Gipfel in Hamburg: Wie Angela Merkel die Staatsgäste in Hamburg begrüßt

G20-Gipfel in Hamburg: Wie Angela Merkel die Staatsgäste in Hamburg begrüßt

Die Abschlusserklärung werde die unterschiedlichen Meinungen "deutlich machen", sagte Merkel, "weil die Vereinigten Staaten von Amerika ja bedauerlicherweise aus dem Pariser Abkommen aussteigen wollen".

Mit Spannung erwartet wurde auch ein Treffen zwischen Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Donnerstagabend in Hamburg. Alle gegen einen oder umgekehrt.

Kein Wunder, dass Merkel da vor dem Gipfel von der "Quadratur des Kreises" sprach.

Der nächste G20-Gipfelausrichter Argentinien bezeichnete die Fortsetzung von Gipfeln dieser Art als wichtig für die Zukunft der Weltordnung. An einem Fußübergang schreit eine Frau einen Polizisten an, weil der sie nicht über die Straße gehen lassen will. Sie mahnt: "Natürlich werden wir auf der anderen Seite Dissens nicht übertünchen, sondern Dissens auch benennen". Beliebt bei den Delegationen ist zum Beispiel das Hotel Atlantic Kempinski.

Das für den 7. Juli angesetzte Gespräch von Wladimir Putin und Donald Trump wird wohl das zentrale Ereignis des G20-Gipfels sein, prognostiziert die russische Onlinezeitung vz.ru in ihrem Kommentar. Sollen sie das doch ohne ihn verhackstücken. Das wird jetzt auf dem Gipfel sozusagen noch einmal mit Handschlag finalisiert. Die Bundesregierung hatte das mit Verweis auf die angespannte Sicherheitslage abgelehnt.

G20 einig im Handelsstreit - Kilmaziele strittig
Freihandel und offene Märkte sind auch im Kreis der führenden Wirtschaftsmächte inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr. Allerdings erkenne man die Bedeutung legitimer Verteidigungsinstrumente im Handel an, heißt es in der Erklärung.

G20: Trump und Putin äußern Hoffnung auf bessere Beziehungen
Zu der abschließenden Großkundgebung "Grenzenlose Solidarität statt G20" am, Samstag werden bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet. Wegen des langen bilateralen Treffen müssen die anderen Gipfelgäste mit dem Abendprogramm in der Elbphilharmonie warten.

Wimbledon: Alexander Zverev zum Auftakt ohne Satzverlust
Gegen Michail Kukuschkin aus Kasachstan gewann der ältere der beiden Zverev-Brüder am Donnerstag mit 6:1, 6:2, 2:6, 3:6, 6:4. Dann aber schlichen sich mehr und mehr Fehler in das Serve-and-Volley-Spiel des 29 Jahre alten Linkshänders ein.

Schon im Vorfeld der von Mitgliedern des linksradikalen Spektrums angemeldeten "Welcome to hell"- Demonstration waren Ausschreitungen befürchtet worden, sie galt als eine der krawallträchtigsten Protestaktionen während des am Freitag offiziell beginnenden G20-Gipfels der Staats- und Regierungschefs der grossen Industrie- und Schwellenländer.

Ein Sonderzug aus Basel brachte am Donnerstagmorgen nach etwa 14 Stunden Fahrt rund 700 Protestler aus Deutschland mit. Sich austauschen, zuhören und streiten - dafür sei gar keine Zeit.

Anfang Mai hatte Merkel - damals noch optimistischer als heute - die schwierige Konsenssuche unter den G20-Partnern noch mit dem Satz beschrieben: "Da ist es fast einfacher, einen Sack Flöhe zu hüten, als dass man die Leute hier zusammenhält". Die Kanzlerin appellierte an die Kompromissbereitschaft der Gipfelteilnehmer. Sie stapelt vor dem Gipfel sehr tief, dämpft jegliche Erwartungen. Er wettert aber kurz vor dem Gipfel in Hamburg heftig gegen Putin und Xi. Kurz vor dem Gipfel setzten Europa und Japan ein Zeichen und vereinbarten, sich von 2019 an zur größten Freihandelszone der Welt zusammenzuschließen. Er wirft China aktuell vor, zu wenig gegen das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas zu unternehmen.

Der Konflikt mit Pjöngjang könnte die Gipfel-Choreografie in Hamburg noch durcheinanderwirbeln. Das kann sich Trump politisch nicht erlauben, weil der US-Kongress Putin sehr skeptisch gegenübersteht. Die Antwort Trumps ließ darum auch nicht lange auf sich warten: Er sprach von "destabilisierendem Verhalten" Moskaus (siehe unten).

Am Morgen nach einer Nacht der Randale sendet die Hamburger Polizeiführung einen Hilferuf an die Kollegen anderer Bundesländer. Dann ist es Chefsache, bis Samstagnachmittag ein Papier auszuhandeln, das einstimmig verabschiedet werden kann. Derweil halten Aktivisten unweit von Donald Trumps Unterkunft eine Sitzblockade ab und in Richtung Hafen ist eine Gruppe Demonstranten unterwegs, die die Logistik dort durch verschiedene Aktionen lahmlegen will. "G-20 darf die virulenten Probleme im internationalen Handel, in der Entwicklungszusammenarbeit, im Klimaschutz, nicht ignorieren", sagte der SPD-Chef.

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