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Union nennt Schulz-Attacke auf Merkel absurd

Union nennt Schulz-Attacke auf Merkel absurd

Der CDU - allen voran der Bundeskanzlerin - wirft er Missachtung der Demokratie vor. "Ich finde das ist in diesem Fall gelungen", sagte Oppermann. Die von Angela Merkel geäusserte Kritik an Donald Trump und ihr Aufruf, Europa müsse sich von den USA emanzipieren, sei unglaubwürdig, sagte Schröder. Mittlerweile ist die SPD 15 Prozentpunkte hinter der CDU. Bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und im Saarland sei die Wahlbeteiligung wieder angestiegen.

Vier Optionen waren denkbar. Schulz nimmt Anleihe bei Bill Clintons altem Motto, will Politik für diejenigen machen, die hart arbeiten und sich an die Regeln halten. Viertens: "Schröder solls richten", wie die FAZ schrieb.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz sei der richtige Mann, um unentschlossene Wähler abzuholen. Die Distanzierung der Kanzlerin geht ihm nicht weit genug. "In wenigen Wochen", wie Schröder betonte. Was zur Ermutigung der Genossen gedacht war, war eine Geschichte der Niederlage. Darüber konnte auch der gestrige Bundesparteitag trotz großer Geschlossenheit und Kampfeswillen der Genossen nicht hinwegtäuschen.

Der Applaus will nicht enden, "Martin-Martin"-Sprechchöre sind zu hören".

Es war klar, dass nun alles an Schulz selbst liegen würde. Auf dieser Klaviatur spielt Schulz. In Berliner Kreisen nenne man das vielleicht "asymmetrische Demobilisierung". Aber reicht das, um Angela Merkel gefährlich zu werden? Eine klare Position habe sie allerdings nicht bezogen. "Ich nenne es einen Anschlag auf die Demokratie". Weil Schulz Mühe hat, sich von Merkel abzugrenzen, spielt er gern über die Bande.

Walter Kohl spricht von "pietätlosem Verhalten"
Stattdessen tauchte der Unternehmer mit seinen beiden Kindern Johannes (20) und Leyla (15) vor dem Haus seines Vaters auf. Der ältere Sohn von Ex-Kanzler Helmut Kohl kritisiert die Pläne für die Trauerzeremonien und das Begräbnis seines Vaters.

Unions-Politiker reagieren gereizt auf Schulz-Rede
Ein Anschlag auf die Demokratie ist, was Trump in den USA und Erdoğan in der Türkei tun, nicht das Schlaflied der Union. Schulz fährt scharfe Attacken gegen seine politischen Gegner. "Nichts ist entschieden", versicherte Schröder.

Polizisten in Duisburg durch Menschenmenge bedrängt
Zwei der Angreifer wurden festgenommen, einer musste jedoch zunächst ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Mehrere von ihnen hätten versucht, den Mann aus dem Gewahrsam zu befreien und die Einsatzkräfte angegriffen.

Obergrenze für Einwanderer: Ohne sie will CSU-Chef Horst Seehofer keine Koalition eingehen. Er eilt von Redeauftritt zu Redeauftritt, er hat ein Buch ("Was mir wichtig ist") herausgegeben, auf einer Theaterbühne Einblicke in sein Familienleben gegeben, Fehler eingeräumt und ein Bundestagswahlprogramm vorgelegt, das in Kernbotschaften von Steuerentlastungen und Rentenstabilisierung seine Handschrift trägt. Die Aufwertung des Individuums in der Gemeinschaft ist bei ihm ein grosses Thema.

Grünen-Politiker Volker Beck sagte, seine Partei hätte SPD und FDP gezwungen, bei der Ehe für alle Farbe zu bekennen und einen Strategiewechsel einzuleiten: "Das ist unser Erfolg!" Die SPD zeige mit dem Parteitag, dass sie eine starke, selbstbewusste Partei sei. Ein echter Wahlkampf ist aber nur möglich, wenn der Herausforderer als Alternative oder aber mit einer berauschenden Persönlichkeit antritt. In Deutschland werden Bundeskanzler nicht gewählt. Zugegebenermassen hatte man bis dahin schon vergessen, um welche Idee es sich handelte.

Schulz' Problem ist ein anderes. Die Sozialdemokraten wünschen sich den Schulterschluss zwischen dem französischen Präsidenten Macron und Schulz, derweil haben sich Merkel und Macron längst verbündet. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte dem Blatt, die persönlichen Attacken gegen Merkel zeigten die "riesige Ratlosigkeit der SPD". "Nichts ist entschieden!", sagte Schröder während einer kurzen Rede auf dem Parteitag. Auch in der Bekämpfung des Rechtspopulismus versuchte sich Schulz zu profilieren.

Die AfD, die Martin Schulz hart anging und als "NPD light" bezeichnete, reagierte zunächst nicht auf dessen Vorwürfe. "Leute, diese Partei gehört nicht zu Deutschland!" Er hat die Hoffnung auf einen Sieg im September noch nicht verloren. Das Wahlprogramm wird einstimmig auf dem Parteitag verabschiedet. Daraus folgerte er, wer kein Programm habe, habe auch nichts zu sagen.

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