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Ungarn liefert Holocaustleugner Horst Mahler aus

Ungarn liefert Holocaustleugner Horst Mahler aus

Er galt in Deutschland seit April als flüchtig. Die Ungarn haben den verurteilten Rechtsextremisten ausgeliefert.

Ungarn hat den Holocaust-Leugner Horst Mahler an die deutschen Behörden überstellt. Mahler sei am Mittag mit einem Flugzeug in Berlin eingetroffen, sagte ein Sprecher des Brandenburger Justizministeriums.

Von dort sollte er dem Bericht zufolge in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel gebracht werden. Den Europäischen Haftbefehl hatte die Staatsanwaltschaft München ausgestellt.

Im Sommer 2015 hatte die deutsche Justiz die restliche Haftstrafe mit Blick auf Mahlers schlechten Gesundheitszustand ausgesetzt.

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Nach der Auslieferung durch Ungarn an die deutschen Behörden ist der Holocaust-Leugner Horst Mahler wieder in der Bundesrepublik. Am 15. Mai wurde er in der Grenzstadt Sopron festgenommen. Die Aussetzung wurde später wieder aufgehoben. Diese wurden mittlerweile ausgeräumt. In Ungarn bat er vergeblich um politisches Asyl.

"Solange die verantwortlichen Justizbeamten nicht zur Verantwortung gezogen und aus dem mich betreffenden Vollzugsprozess entfernt sind, werde ich der Ladung zum Strafantritt nicht nachkommen", hieß es in einer Erklärung, die Mahler fast vier Minuten lang verlas, und in der er seine Haft als "eine politische Verfolgung ohne rechtliche Grundlage" bezeichnete.

Mahler war Gründungsmitglied der linksextremistischen Rote Armee-Fraktion.

Ab den 90er Jahren sorgte er mit rechtsradikalen und antisemitischen Äußerungen für Aufsehen. Er leugnete wiederholt den Holocaust, den systematischen Mord an sechs Millionen Juden unter den Nationalsozialisten.

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