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Seehofer: SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat früh die Nerven verloren

Seehofer: SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat früh die Nerven verloren

Er kann es noch. Mit seinem "Ausrutscher "gehe der Kandidat auch an der Wahrnehmung der Menschen vorbei".

Die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, ist mit der SPD und ihrem in Dortmund verabschiedeten Wahlprogramm hart ins Gericht gegangen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es sei für die Bundesregierung klar, "dass wir alle zusammen für die Demokratie arbeiten". Auf dem Weg dorthin dürfe es aber keine Selbstzweifel geben. Schröder verweigerte damals die Unterstützung Deutschlands für den Feldzug gegen Saddam Hussein.

Der 73-Jährige traf damit exakt den Sound, den die Partei und ihr Kanzlerkandidat Martin Schulz in ihrer desolaten Lage jetzt brauchen.

Entsprechend derb fielen auch die Kommentare der Linkspartei auf den Parteitag und das Wahlprogramm der Sozialdemokraten aus.

Die Linkspartei reagierte noch schärfer auf die Beschlüsse der SPD. Von den Delegierten und Anhängern wurde Schulz mit neun Minuten dauerndem Applaus und "Martin, Martin"-Sprechchören gefeiert". Der Abstand zur Union wuchs in einer jüngsten Emnid-Umfrage auf 15 Prozentpunkte. "Das ist wichtig", sagt der Machtmensch Schröder. Wegen solcher Sätze hatte SPD-Chef Schulz den Altkanzler eingeladen, obwohl der eigentlich Schulz' Vorgänger Sigmar Gabriel am liebsten im Rennen gegen Amtsinhaberin Merkel gesehen hätte. Aber es ist auch klar: Die Partei vereint sich weiter hinter Schulz. Schulz solle in seinen Äußerungen "Maß und Mitte wahren", forderte Tauber.

Grünen-Politiker Volker Beck sagte, seine Partei hätte SPD und FDP gezwungen, bei der Ehe für alle Farbe zu bekennen und einen Strategiewechsel einzuleiten: "Das ist unser Erfolg!"

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Der Regierung in London zufolge sind bislang alle 95 Gebäude durchgefallen , die bei stichprobenartigen Tests überprüft wurden. Premierministerin Theresa May forderte unterdessen eine landesweite Untersuchung zum Umgang mit brennbaren Fassadenteilen.

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Nur Anfang September kommt das Parlament für zwei Tage noch einmal zu einer Generalaussprache vor der Bundestagswahl zusammen. Kanzlerin Merkels Kommentar und der Vorstoß der SPD - Grund genug für die Grünen , die Parteien beim Wort zu nehmen.

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Am Dienstagabend billigte ein kleiner Parteitag der Liberalen den Koalitionsvertrag einstimmig bei zwei Enthaltungen. Ein Parteitag der Grünen hatte den Mitgliedern mit 75 Prozent die Zustimmung zum Koalitionsvertrag empfohlen.

Widerspruch gegen Schulz' Wortwahl gab es jedoch nicht nur aus den Reihen der Unionsparteien.

Dabei ging er deutlich weiter als bisher.

Bei der Rente warf Schulz der Union vor, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anheben zu wollen, ohne dies vor der Wahl zu sagen. "In Berliner Kreisen nennt man das asymmetrische Demobilisierung".

CDU-Vize Armin Laschet nannte es daneben, der Kanzlerin einen "Anschlag auf die Demokratie" vorzuwerfen. Die SPD will über die Zukunft des Landes streiten, aber Merkel nicht. Tauber sagte: "Wir sind uns einig, dass wir niemanden mehr belasten wollen, sondern alle entlasten wollen". Gestern versprühte die Dortmunder Westfalenhalle einen Hauch von Aufbruchstimmung, ähnlich wie im März, als Schulz auf einem Parteitag in Berlin mit der fast schon befremdlichen Marke von 100 Prozent der Stimmen zum neuen Parteipräsidenten ernannt worden war.

Bildung soll von der Kita bis zum Studium oder der Meisterprüfung gebührenfrei sein. Die SPD setzte auf Vielfalt, Toleranz, Kultur und Solidarität. Er attackiert US-Präsident Donald Trump so hart wie den türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan und ruft zur Verteidigung eines friedlichen Europas auf. Schulz spielte damit Glaubwürdigkeit aus, die er sich in den Jahren als Präsident des Europaparlaments erarbeitet hatte, etwa als er nationalistische Abgeordnete aus Griechenland des Saals verwies. "Und ich finde den Verzicht auf die Vermögensteuer ein richtiges Problem", fügte Kipping im ARD-"Morgenmagazin" hinzu. Das bleibt ihm, auch wenn es im September nicht mit dem Einzug ins Kanzleramt klappen sollte. Nun hat die SPD beim Parteitag in Dortmund nicht nur ein umfangreiches Wahlprogramm verabschiedet.

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