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Rheinland-Pfalz: Letzter Tag für "Rock am Ring"

Rheinland-Pfalz: Letzter Tag für

Bei einer Person habe es Hinweise auf Verbindungen zur islamistischen Terrorszene gegeben.

Die drei unter Terrorverdacht vorläufig festgenommene Männer seien inzwischen wieder frei, die Ermittlungen dauerten jedoch an, teilte ein Polizeisprecher am Samstagvormittag bei einer Pressekonferenz auf dem Festivalgelände mit.

Besucher des Musikfestivals "Rock am Ring" feiern vor der Bühne. Sie werden den Ermittlern zufolge der hessischen Salafistenszene zugerechnet. Das sei auch im Umgang mit den Polizisten auf dem Festivalgelände zu spüren. Bei der Überprüfung der Bühnen und Eventflächen wurde nach Angaben der Polizei aber nichts Verdächtiges festgestellt.

Das Musikfestival "Rock am Ring" wird nach der Unterbrechung wegen eines Terroralarms fortgesetzt. "Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck".

Festivalbesucher müssen in Nürburg das Musikfestival Rock am Ring verlassen. Zuvor hatten sie angekündigt: "Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet".

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Veranstalter Marek Lieberberg zeigte sich beeindruckt, dass die Besucher in einer Viertelstunde das Festivalgelände verlassen hätten. "Ich bin der Meinung, jetzt muss Schluss sein mit 'This is not my Islam, and this is not my shit.' Ich möchte endlich mal Demos sehen, die sich gegen diese Gewalttäter stellen".

"In einer solchen Bewertungssituation dürfen wir keine Risiken einbauen", sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Sie verwiesen auf ähnliche vorsorgliche Absagen, etwa beim Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover im November 2015 kurz nach den Anschlägen von Paris und beim Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" im April 2015. Die zuständige Polizei in Koblenz teilte mit: "Hintergrund sind konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte sich in der Nacht hinter Lewentz' Entscheidung gestellt. Lewentz habe ihn vorab informiert, erklärte de Maizière am späten Freitagabend. Die Bilanz der Sanitäter und Ärzte fiel festivalüblich aus: "Fußblasen, Schürfwunden und Prellungen wurden versorgt, erste Zecken entfernt und kleinere Verbrennungen behandelt", hieß es am Sonntag.

Demnach sei bei der Polizei Koblenz am Freitagvormittag eine Meldung eingegangen, dass eine Person unter Terrorismusverdacht Zugang zum Gelände hatte. Unter anderem der Auftritt von Rammstein, einer der Topacts des Festivals, war ausgefallen. Die Räumung verlief problemlos und friedlich. Lieberberg dankte den Besuchern für "unglaublich diszipliniertes Verhalten und die vorbildliche Kooperation".

Was genau diese terroristische Bedrohungslage auslöste, bleibt zunächst unklar. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung verhörte die Polizei zwei Mitarbeiter eines Subunternehmens". Es habe am Abend die Befürchtung bestanden, dass die beiden Männer etwas auf dem Gelände hinterlegt haben. Für die Sicherheit dort ist ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz: 1240 Polizisten wurden an den Nürburgring geschickt. An den drei Tagen sollten mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in Zivil. Das Sicherheitskonzept war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen noch einmal überprüft worden. Knapp 90.000 zumeist junge Menschen wurden erwartet, das dreitägige Festival war ausverkauft. Die Brachialrocker sollten am Sonntagabend bei dem Zwillingsfestival "Rock im Park" in Nürnberg auftreten.

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