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Nach SPD-Parteitag nimmt Wahlkampf Fahrt auf - Linke desillusioniert

Nach SPD-Parteitag nimmt Wahlkampf Fahrt auf - Linke desillusioniert

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stimmt seine Partei mit scharfer Kritik an der Union auf den Wahlkampfendspurt ein. Unterstützung erhält er von einem alten, umstrittenen Genossen. Er bezog sich dabei auf Vorwürfe von Schulz, Merkels Wahlkampf sei ein Anschlag auf die Demokratie. Der 62-Jährige wirbt für ein gerechteres Rentensystem, für eine bessere soziale Abfederung von Arbeitslosen, für Bildungs- und Chancengleichheit, er ergreift das Wort gegen internationalen Waffenhandel und wirbt für Abrüstung. Hier zieht er rote Linien: Der Forderung Donald Trumps an die NATO-Mitglieder, mehr Geld für die Rüstung auszugeben, erteilt Schulz eine klare Absage. "Jetzt muss Europa neu gegründet werden", sagt Schulz.

Da ist sie kurzzeitig wieder zu sehen, die Hoffnung in den Augen der Genossen. So wie Nordrhein-Westfalen längst keine unumstrittene SPD-Bastion mehr ist, sondern der Schauplatz vergangener Triumphe. Gerade hat der SPD-Parteitag das Wahlprogramm beschlossen - einstimmig.

Drei Monate vor der Bundestagswahl will die SPD zur Aufholjagd blasen - in Umfragen liegen die Sozialdemokraten bis zu 16 Prozentpunkte hinter der Union. "Die hat ja kein Thema - ausser den Streit mit der CSU".

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Stattdessen tauchte der Unternehmer mit seinen beiden Kindern Johannes (20) und Leyla (15) vor dem Haus seines Vaters auf. Der ältere Sohn von Ex-Kanzler Helmut Kohl kritisiert die Pläne für die Trauerzeremonien und das Begräbnis seines Vaters.

Altkanzler Schröder macht seiner SPD Mut
Die Geschichte hatte einen Haken, den auch Schröder nicht unterschlagen konnte: "Es hat knapp nicht gereicht". Dortmund SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Donald Trump einen "irrlichternden Präsidenten" genannt.

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Obwohl - seine Sympathien sind seit Samstag klar verteilt: "Ich würde mich freuen, wenn England und Spanien ins Finale kämen". Sowohl Deutschland als auch Italien reichte das Ergebnis, weil im Parallelspiel Dänemark gegen Tschechien gewann.

Abschließend wandte sich Altkanzler Schröder noch eimal ganz persönlich an Martin Schulz.

Zwar wird es Schulz nach Lage der Dinge kaum gelingen, Merkel aus dem Kanzleramt zu verdrängen. Im ZDF-"Politbarometer" war die SPD zuletzt auf 25, die Union auf 39 Prozent gekommen. Die CDU von Angela Merkel sei eine inhaltsleere Partei. Die SPD verspricht zudem eine Sicherung des derzeitigen Rentenniveaus von 48 Prozent eines Durchschnittslohns und eine Deckelung des Beitragssatzes bis 2030 bei 22 Prozent. Demnach kämen CDU und CSU unverändert auf zusammen 39 Prozent, die SPD rutschte im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 24 Prozent ab. Im Leitantrag der SPD zum Wahlprogramm, über das die Delegierten in Dortmund am Sonntag abstimmen sollten, heisst es: "Wir werden daher die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnen und wollen die "Ehe für alle". Von der SPD-Vize-Vorsitzenden Manuela Schwesig als früherer Juso-Vorsitzender und Regierungschef vorgestellt, soll Schröder an diesem Tag als der lebendige Beweis dafür auftreten, was sich in Wahlkämpfen in kurzer Zeit bewegen lässt. Seine ungewöhnlichen Formulierungen auf dem Parteitag hallen nach.

"Wenn ich höre, wer sich jetzt alles von den USA emanzipieren will, wundere ich mich selbst über Auftritte in bayerischen Bierzelten". "Ich erinnere mich immer an diejenigen, die den Amerikanern in jeden, auch in den Irakkrieg folgen wolten", spielte er auf Merkels Wohlwollen gegenüber der amerikanischen Intervention im Irak an. Schröder verweigerte damals die Unterstützung Deutschlands für den Feldzug gegen Saddam Hussein. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, die Malu Dreyer innerhalb weniger Wochen gedreht hat. Nicht wenige sind bis heute verblüfft, wie die Partei - auch durch manches Ungeschick im Willy-Brandt-Haus - das Plus aus dem Schulz-Hype so schnell verspielen konnte. Wem ist das Regieren wichtiger? Bei den Grünen gibt es viele Spitzenfunktionäre, die unbedingt regieren möchten. Und wenns am Ende doch nicht reicht? Die damalige Oppositionsführerin Merkel hatte ihn dafür scharf kritisiert.

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