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Federer für Zverev eine Nummer zu groß

Federer für Zverev eine Nummer zu groß

Alexander Zverev hat das Endspiel des Tennisturniers im westfälischen Halle verloren. Nach soliden 70 Minuten und dem vermeintlich entscheidenden Break zum 5:4 im zweiten Satz wackelte er plötzlich und musste zwei Satzbälle abwehren, ehe er sich im Tiebreak nach 85 Minuten 7:5 durchsetzte.

Für die Buchmacher ist der 35-Jährige nun definitiv der Favorit in Wimbledon, zumal sich in den Vorbereitungsturnieren keiner der üblichen Verdächtigen als erster Titelanwärter aufdrängte.

Die Veranstalter in Halle wollen Zverev mittelfristig zum Nachfolger von Federer aufbauen, sogar ein Vertrag auf Lebenszeit, wie ihn der Grand-Slam-Rekordchampion besitzt, ist im Gespräch. "Seine Vorhand ist ein bisschen wild, das macht ihn so gefährlich", atmet Federer nach dem Sieg durch.

Roger Federer zum neunten Mal die Trophäe bei den Gerry Weber Open in die Höhe reckte, konnte Alexander Zverev nur neidlos zuschauen.

Die Freude kam auch wenig später nicht so richtig zurück. Zverev rang im Halbfinale den Franzosen Richard Gasquet mit 4:6, 6:4, 6:3 nieder. Für Federer war es der neunte Turniersieg in Halle.

"Es war sofort zu sehen, dass es kein einfaches Match wird, es ist immer ungewiss gegen einen Spieler, den ich nicht so gut kenne", sagte Federer: "Am Schluss hat er mehr Druck von der Grundlinie gemacht". "Als ich dieses Jahr nach Halle abreiste, sagten mir meine Töchter: Können wir nicht dahin reisen, und du bleibst dann hier", sagte Federer, "sie mögen es immer, hier im Wald spazieren zu gehen". "Ein Traum. Mein bestes Spiel der Woche".

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Für seinen unterlegenen Gegner hatte er zumindest ein paar aufbauende Worte parat. Noch, wendet Federer ein, sei Zverev jedoch in der "Transformation vom Bub zum Mann", er warnt davor dem Jungstar zu hohe Erwartungen aufzubürden. "Ich freue mich für ihn, wie er sich entwickelt hat". Für Federer ist klar: "Sascha" Zverev gehört die Zukunft. Zwar lag der Schweizer schnell ein Break vorne, doch der junge Russe spielte unter dem geschlossenen Dach des Gerry-Weber-Stadions unbekümmert auf.

Federer nutzte nach 1:25 Stunden seinen ersten Matchball und greift damit nach seinem neunten Titel beim mit 1,966 Millionen Euro dotierten Rasen-Event. Denn zusammen mit seinem Bruder Mischa steht er auch noch im Doppel-Finale gegen das an Nummer eins gesetzte Duo Lukasz Kubot und Marcelo Melo. Auch gegen die Posterboys aus der sogenannten NextGen-Kampagne der ATP Tour hat er bisher nur einmal verloren, im vergangenen Jahr gegen Alexander Zverev, als ihm im Halle-Halbfinale die Knie und der Rücken zwickten. Der Substanzverlust war gegen Federer deutlich spürbar. Plötzlich fehlte nicht mehr viel zum ersten Satzverlust im laufenden Turnier, ähnlich wie vor zehn Tagen beim frühen Aus in Stuttgart gegen Tommy Haas drohte ihm die Partie zu entgleiten.

Mit drei Assen bei eigenem Aufschlag beendete Federer den ersten Satz mit 6:3.

Federer ist mit Blick auf seinen Saisonhöhepunkt in Wimbledon damit weiter voll auf Kurs.

Auch im zweiten Durchgang hielt Chatschanow die Partie lange offen. "Er ist der Größte aller Zeiten auf diesem Belag".

Dennoch darf er zuversichtlich nach Wimbledon (ab 3. Juli) fahren. "Ich fahre mit viel Selbstvertrauen dahin", sagte Zverev.

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