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Experte fordert Leitlinie für den Einsatz von Antibiotika

Experte fordert Leitlinie für den Einsatz von Antibiotika

Die Daten beweisen: Im vergangenen Jahr haben die Mediziner 27 Prozent der erkältungsbedingt Krankgeschriebenen Antibiotika verordnet.

Bei Erkältungen verschreiben viele Ärzte Antibiotika - und das, obwohl die Mittel meist nicht helfen, und obwohl der häufige Einsatz der Wirkstoffe die Entwicklung von Resistenzen begünstigt. Gesundheitsminister Hermann Gröhe warnt deshalb vor der sorglosen Verschreibungspraxis.

Berlin. Angesichts der hohen Quote unnötig verschriebener Antibiotika hat der Gesundheitsökonom Gerd Glaeske eine Handreichung für Ärzte zum Umgang mit dem Medikament gefordert. Beim falschen Einsatz von Antibiotika können sich multiresistente Erreger bilden, gegen die das Medikament dann nicht mehr wirkt.

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"Diese Trendwende geht in die richtige Richtung", sagte Tim Steimle von der Techniker Krankenkasse. Der Gesundheitsreport zeigt jedoch auch, dass die Zahl der unnötigen Antibiotika-Rezepte insgesamt zurückgeht. Gröhe spricht Ärzten im Kampf gegen den unbedachtem Einsatz eine Schlüsselrolle zu. Auch in der Bevölkerung sei ein stärkeres Bewusstsein dafür nötig, dass Antibiotika nicht bei jedem Husten oder jeder tropfenden Nase verwendet werden sollten.

Besonders stark ist der Verordnungsrückgang bei den Patienten, die nur für wenige Tage krankgeschrieben waren. 2016 erhielten etwa 19 Prozent von ihnen Antibiotika, 2008 waren es noch gut 30 Prozent. 2015 hat die Bundesregierung diese Strategie weiterentwickelt und DART 2020 verabschiedet.

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