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Macron siegt im TV-Duell vor Schicksalswahl in Frankreich

In dem live übertragenen TV-Duell überzogen sich beide mit Vorwürfen, den Franzosen weder in der Wirtschafts- noch in der Sicherheitspolitik Antworten anzubieten.

Doch das Duell lief gleich mehrfach aus dem Ruder.

Welche Bedeutung hat das TV-Duell?

Aufgewühlt ging es zu beim einzigen TV-Duell vor der Stichwahl um das Amt des französischen Präsidenten. Le Pens Versprechen, die Kaufkraft der Franzosen zu stärken, seien nicht finanziert, sagte Macron. "Lassen Sie de Gaulle in Ruhe", herrschte Macron sie an, offensichtlich bemüht, Le Pen Paroli zu bieten. "Das Beste, was ich über ihn sagen kann ist, dass er nicht Marine Le Pen ist und dass er uns hoffentlich hilft, sie zu verhindern". Mehrere französische Bischöfe sprachen sich unterdessen für die Wahl Macrons aus.

Macron widersprach, er sei damals nicht Minister gewesen. Le Pen gilt als russlandfreundlich.

Tatsächlich hat die EU auch Macron entscheidende Wahlkampfmunition geliefert. Anders als die Bischofskonferenz hätten die jüdischen, protestantischen und muslimischen Institutionen Frankreichs klar vor einer Wahl Le Pens gewarnt.

► Auf der einen Seite: der junge, smarte Senkrechtstarter, links der Mitte und pro-europäisch. Gegenseitig warfen sich Le Pen und Macron vor, Ängste mit Blick auf gemeinsame Währung zu schüren.

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Falls ein Präsident keine Abgeordneten-Mehrheit hinter sich hat, würde das seinen Gestaltungsspielraum erheblich einschränken. Die Stichwahl gewann jedoch relativ knapp der Sozialist François Hollande vor dem Republikaner Nicolas Sarkozy.

Die beiden Kandidaten unterbrachen sich ständig - und die zuweilen etwas überfordert wirkenden Moderatoren dürften froh gewesen sein, als die Sendezeit vorüber war. Nach einer halben Stunde ermahnte Moderatorin Nathalie Saint-Cricq die beiden Kandidaten, sie müssten jetzt zu einem weiteren Thema kommen. "Er ist ihnen sehr nützlich, damit das Präsidentenamt der Republik immer für einen der Ihren gesichert bleibt - für einen Freund des Kapitals".

Beide Kandidaten ließen sich immer wieder neue Attacken für ihren Gegner einfallen.

Seit sie den Parteivorsitz 2011 von ihrem Vater übernahm, hat sie der Rechtsaußenpartei eine "Entteufelung" verordnet, ein gemäßigteres Auftreten. Ausserdem verkörpere sie den "Geist der Niederlage" und zeichne ein negatives Bild von Frankreich. Denn der 39-jährige Präsidentschaftskandidat arbeitete bis im August 2016 für die aktuelle Regierung als Wirtschaftsminister, ehe er seine eigene Partei "En Marche!" gründete und in den Wahlkampf zog. "Macron ist nicht einfach nur der Kandidat der Reichen, sondern der Zuversichtlichen".

Außerdem bezeichnete sie Macron als "Hollande Junior". Le Pen nannte Macron einen "hämischen Banker", der für "wilde Globalisierung" stehe. Le Pen warf Macron vor, islamischem Fundamentalismus Vorschub zu leisten. Die FN-Chefin nutzte den Moment, um Macron ihrerseits eine zu große Nähe zu Bundeskanzlerin Angela Merkel vorzuwerfen. 34 Prozent entschieden sich für Le Pen. Sie scherzte: "So oder so wird Frankreich künftig von einer Frau regiert - entweder von mir oder von Frau Merkel". "Es sind die Ungleichgewichte in den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, die in der Wirklichkeit die Keime des Krieges sind".

Chirac weigerte sich damals, an der traditionellen Fernsehdebatte mit Jean-Marie Le Pen teilzunehmen und erklärte, er debattiere nicht mit einem Faschisten.

Macron verteidigte seine Position. Deshalb versuchte er, die Verbindungen der Gaullisten zum französischen Widerstand gegen die deutsche Besetzung zu kultivieren. "Der wahre wirtschaftliche Feind ist China", sagte er. Wichtig könnte sein, dass Macron auch bei den Anhängern des ausgeschiedenen Linkskandidaten Jean-Luc Mélenchon vorn lag. Laut einer Umfrage fanden 63 Prozent der Befragten Macron überzeugender. "Nein, beruhigen Sie sich". Sie stützten sich insbesondere auf Umfragen für den ersten Wahlgang der Parlamentswahlen und die Wählerstrukturen bei früheren Abstimmungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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