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Front National: Marine Le Pen legt Parteivorsitz nieder

Front National: Marine Le Pen legt Parteivorsitz nieder

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat vorübergehend den Vorsitz des rechtsextremen Front National (FN) niedergelegt, um sich auf ihre Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren. Die Franzosen haben am 7. Mai die Entscheidung zwischen ihr und dem sozialliberalen Kandidaten Macron, der in Umfragen klar vorn liegt. Die beiden traditionellen Regierungsparteien "Les Républicains" und die "Parti Socialiste" hätten sich dieses Mal nicht für die zweite Runde qualifizieren können und zusammen nur dürftige 26 Prozent erreicht.

"Ich für meinen Teil werde Emmanuel Macron wählen", sagte der Staatschef deswegen mit Blick auf die zweite Wahlrunde in zwei Wochen. Zudem schnitt Le Pen auch in den FN-Hochburgen entlang der Mittelmeerküste stark ab - abgesehen von Marseille, wo Mélenchon die FN-Chefin auf den zweiten Platz verwies. Der bisherige FN-Rekord lag bei 6,8 Millionen Stimmen bei den Regionalwahlen 2015.

Etwa vierzig Prozent der Wähler stimmten entweder für die Rechtspopulistin Marine Le Pen oder den Altlinken Jean-Luc Mélenchon. 'Nichts ist gewonnen, man muss kämpfen', sagte Macron am Dienstag. Deutschland und Frankreich sind dabei. Und wie anderswo in Europa widerstehen auch Politiker etablierter Parteien nicht immer der Versuchung, unangenehme Entwicklungen der Einfachheit halber der EU anzulasten. Macron dagegen plädiert für eine Vertiefung von EU und Eurozone.

Die Partei Hollandes will einen Wahlaufruf mit vier Millionen Exemplaren zugunsten von Macron veröffentlichen und verteilen. "Ich will der Präsident der Patrioten werden gegen die Bedrohung der Nationalisten", sagte Macron in seiner Rede am Wahlabend. Die Aufnahme von neuen Schulden würde sich für Frankreich erheblich verteuern.

Bisher ist "En Marche!" nicht im Parlament vertreten. Falls ein Präsident keine Abgeordneten-Mehrheit hinter sich hat, würde das seinen Gestaltungsspielraum erheblich einschränken.

Umfragen sehen Macron für die Stichwahl gegen Le Pen bei 60 Prozent oder mehr.

Wegen der Terrorgefahr schützen mehr als 50.000 Sicherheitskräfte den ersten Wahlgang. Sein konservativer Widersacher Francois Fillon kam auf knapp 20 Prozent. Macron dagegen ist ein Befürworter der EU und der Euro-Zone, er hat sich aber auch kritisch über die deutsche Exportstärke geäußert. Mit deren Politik gebe es "überhaupt keine Berührungspunkte", betonte Merkels Sprecher.

Der frühere Wirtschaftsminister ist der große Gewinner der ersten Abstimmungsrunde. Zeitweise war Europas Gemeinschaftswährung auf den höchsten Stand seit November gestiegen. Insgesamt wollten elf Kandidaten den Sozialisten beerben. Die Stichwahl gewann jedoch relativ knapp der Sozialist François Hollande vor dem Republikaner Nicolas Sarkozy. Der scheidende Präsident Hollande gratulierte Macron ebenfalls.

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Die neue Version sieht vor, dass Versicherer unter bestimmten Umständen höhere Sätze für schwerkranke Kunden berechnen dürfen. Mit seinem neuen Vorstoß zur Gesundheitsreform will Trump das sogenannte "Obamacare"-Programm seines Vorgängers ersetzen".

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Die Nachrichtenagentur AFP meldete, bei den Demonstrationen sei das erste Mal auch ein Soldat des Regierungslagers getötet worden. Auslöser der seit Anfang April andauernden Protestwelle war die zeitweilige Entmachtung des Parlaments.

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Ab 2009, nach ihrer Abschiedstournee durch Deutschland, habe sie so gut wie alle Anfragen abgelehnt. "Da war sie konsequent". Sie war unter anderem in der Rolle der Indianerin Paloma neben Lex Barker in " Old Shatterhand " zu sehen.

Die Bundesregierung zeigte sich ungewöhnlich offen erfreut über den Erfolg Macrons. Lediglich für den Großraum Paris lässt sich feststellen, dass Macron deutlich beliebter ist als Le Pen. "Am Ende werden Sie entscheiden, bei dem Referendum, das ich am Ende dieser Diskussion organisieren werde".

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gratulierte Macron. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini begrüßte den Wahlerfolg Macrons.

Mit Emmanuel Macron könnte das so bleiben. Doch durch ist die Wahl von Macron indes noch nicht. "Er war der einzige wirklich pro-europäische Kandidat".

Sophie Boulay studiert seit einem Jahr an der Wormser Hochschule und stand dem NK für ein Gespräch über den Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl zur Verfügung.

Erleichtert waren fast alle nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich.

Le Pen wies am Donnerstag Bedenken gegen ihre europapolitischen Forderungen zurück. "Es lebe der Sieg!", twitterte der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders Sonntagabend auf Französisch ("Vive la victoire!"). "Das Volk erhebt sein Haupt!" Le Pen hat die zwei Parteien, die seit 1958 das Leben der Fünften Republik abwechselnd bestimmten - die Republikaner und die Sozialisten - auf die Plätze verwiesen. Sie selbst gehe "voller Hoffnung und Dynamik" in die Stichwahl. Damit dürfte sich das Wählerpotenzial von Le Pen dann jedoch weitestgehend erschöpft haben.

Der französische Wahlkampf war geprägt von Skandalen und überraschenden Wendungen. Aber auch das Thema Sicherheit spielte eine große Rolle. Frankreich wird seit Anfang 2015 von einer Serie islamistischer Anschläge erschüttert. Doch ein gewähltes Amt hatte der 39-Jährige noch nie inne.

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