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Frankreich vor der Stichwahl: Macron ist Favorit

Kurz vor dem Finale der französischen Präsidentenwahl hat der Favorit Emmanuel Macron das einzige TV-Duell mit seiner Kontrahentin Marine Le Pen laut einer Umfrage gewonnen. Das Vorhaben der EU-Gegnerin sei "gefährlich". Die politische Elite Frankreichs, insbesondere die Linke, habe die Arbeiter und die einfachen Menschen verraten, gleichzeitig aber den Front National zum Gottseibeiuns erkoren, um in Ruhe weiter regieren zu können. Marine Le Pen teilte gestern Abend im Maschinentakt Schläge aus, reihte Angriffe aneinander, manchmal unter der Gürtellinie. Es war keineswegs das erste Mal, dass sie auf die angebliche Merkel-Hörigkeit ihres Kontrahenten anspielte. Eigentlich muss es verwundern, dass die Kandidatin des Front national in dieser Debatte nicht eine Strategie der Mässigung verfolgt hat.

Es gab keine Aufwärmrunde, kein Abtasten. Verbreitet wurden die Angaben demnach unter anderen von Anhängern von US-Präsident Donald Trump und von Nutzerkonten mit Verbindungen zu den russischen Medien Sputnik und Russia Today.

Macron konterte sofort, indem er Le Pen als Repräsentantin einer extremen Rechten bezeichnete, die mit den Ängsten ihrer Mitbürger spiele und Frankreich unterstelle, weder den Mut noch die Kraft zu haben, sich den Herausforderungen einer offenen Welt zu stellen.

Vor sich auf dem Tisch hatte Le Pen einen Stoß von Unterlagen hingelegt, in denen sie immer wieder hektisch herumblätterte. Und am vorigen Sonntag übernahm Le Pen bei einem Besuch im südfranzösischen Gardanne, wo eine Aluminiumfabrik immense Umweltprobleme aufwirft, Mélenchons langjährige Forderung nach "ökologischer Wirtschaftsplanung"(planification écologique).

Unter den konservativen SpitzenpolitikerInnen rufen mittlerweile die meisten dazu auf, Macron in der Stichwahl zu unterstützen. Trotzdem unterlief ihr ein peinlicher Fehler.

Zu Anfang attackierte sie Macron, dieser habe als Ex-Wirtschaftsminister "Alles verkauft" (gemeint ist ans Ausland) und behauptete, er habe etwa das Mobiltelefon-Unternehmen SFR verscherbelt. Der sozialliberale Macron tritt dagegen mit einem pro-europäischen Kurs an.

Die Rundfunkgebühren sollen steigen - aber warum eigentlich?
Fischer-Heidlberger sagte, dass Beitragsstabilität in der nächsten Gebührenperiode wegen steigender Kosten nicht möglich sei. Es sei auch für die öffentliche Akzeptanz wichtig, den Rundfunkbeitrag möglichst gering zu halten, räumte der KEF-Chef ein.

2:0-Sieg in Monaco: Juve vor Champions-League-Finale
Will Monaco die Wende schaffen und den Champions-League-Final erreichen, muss Mbappé gegen Buffon als klarer Sieger hervorgehen. Außerdem kam der italienische Rekordmeister im Europapokal in allen 37 Fällen weiter, wenn das Hinspiel gewonnen wurde.

AfD beschliesst auf Kölner Parteitag ihr Wahlprogramm
Abgelehnt wurde ein Vorschlag, jedem Asylbewerber 100.000 Euro für eine "freiwillige Rückkehr" in die Heimat anzubieten. Aber es ist eine Grundlehre der Politik: Vor Wahlen geht es um die Einigkeit einer Partei, nicht um Richtungsdebatten.

Immer wieder versuchte Le Pen, Macron als Minister des Präsidenten François Hollande für die schlechte Regierungsbilanz des Sozialisten im Élysée-Palast verantwortlich zu machen. "Ich lasse mich nicht auf einen Kuhhandel ein", betonte der 39-Jährige. Macron entgegnete, es handele sich um eine Verleumdung. Eine Abkehr vom Euro wäre "tödlich" für die Kaufkraft der Franzosen und die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft, sagte der Pro-Europäer am Mittwochabend in einem TV-Duell mit der Rechtspopulistin. Sie agierte beim TV-Duell am Dienstagabend wie ein gereizter Boxer, der blindwütig auf seinen Gegner eindrischt.

Dem jungen Linksliberalen dürfte es somit gelungen sein, seine Favoritenrolle für die Stichwahl zu verteidigen.

Macron schnitt laut einer Umfrage deutlich besser als seine Kontrahentin Le Pen ab.

Le Pen will aus dem Euro aussteigen, Macron will hingegen die Euro-Zone stärken - die denkbar unterschiedlichen Programme der beiden Kandidaten führten dazu, dass die gegenseitigen Vorwürfe in diesem Punkt besonders heftig waren. "Wenn ich Schiedsrichter wäre, würde ich sagen, es war ein Unentschieden".

Als 2002 Jacques Chirac in der Stichwahl Jean-Marie Le Pen gegenübertrat, lehnte er eine Debatte mit ihm ab. Marine Le Pen besitzt einen Rückhalt in einigen gesellschaftlichen Gruppen, darunter befinden sich relativ viele sozial frustrierte oder real benachteiligte Menschen. Den Titel des Ehrenvorsitzenden der Partei konnte sie ihm aber nicht entziehen. Macron belehrte sie in diesem Punkt allerdings: "So etwas gab es noch niemals, Frau Le Pen; Das ist großer Blödsinn".

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