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Wahlen | Le Pen bei Bayerns Franzosen weit abgeschlagen

Le Pen gab am Abend bekannt, dass sie vorübergehend den Vorsitz des Front National niedergelegt hat, um sich auf die Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren.

Macrons Pro-Europa-Kurs und seine Reformvorhaben lassen Anleger und Vertreter der deutschen Wirtschaft Hoffnung schöpfen: "Das Ergebnis des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahl ist ein vielversprechendes Zeichen auch für Deutschland und Europa", sagte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Macron wolle den Staatssektor in der französischen Wirtschaft verkleinern und bessere Bedingungen für Investitionen und Beschäftigung erreichen.

Der wirtschaftsliberale und proeuropäische Bewerber Emmanuel Macron hatte in der ersten Runde der Präsidentenwahl am Sonntag am besten abgeschnitten. Der vor Wochen noch favorisierte konservative Kandidat François Fillon schaffte nur 20,01 Prozent, der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon landete bei 19,6 Prozent und der Sozialist Benoît Hamon bei 6,4 Prozent. Dass rund 40 Prozent der Franzosen rechts- und linksextrem gestimmt hätten, gebe zu denken.

Macron war unter Präsident François Hollande Wirtschaftsminister; sein Parteibuch bei den Sozialisten hat der 39-jährige Polit-Jungstar aber schon lange abgegeben. Ziel ist es, die Rechtspopulistin Marine Le Pen unter allen Umständen zu stoppen.

Die Stichwahl am 7. Mai gilt als historische Richtungsentscheidung für Europa.

Sind Sie zufrieden mit dem Ausgang der ersten Runde? Damit stärken sie dem linksliberalen Favoriten Emmanuel Macron den Rücken. Beobachter waren davon ausgegangen, dass eine niedrige Wahlbeteiligung extremen Kandidaten zugute kommen könnte. Nie zuvor hatte Macron bei einer regionalen oder kommunalen Wahl kandidiert, diesen Weg einmal sogar als "Laufbahn einer vergangenen Zeit" bezeichnet - auch das brachte ihm Kritik ein.

Türkische Regierung beschließt Verlängerung des Ausnahmezustands
Das werde alte Gräben weiter vertiefen, kommentiert SPIEGEL-ONLINE-Redakteur und ehemaliger Türkei-Korrespondent Hasnain Kazim. Formell muss nun noch das Parlament der umstrittenen Maßnahme zustimmen, das heute erstmals seit dem Referendum zusammenkommt.

Macron und Le Pen in Stichwahl um Frankreichs Präsidentenamt
Der Nachrichtenagentur AFP hatte Macron zuvor gesagt, es werde ein neues Kapitel im politischen Leben Frankreichs aufgeschlagen. Macron habe den Mut, die Ideen und die Kraft, sein Land "aus der Lethargie zu führen "und die Spaltung Europas zu überwinden".

Mindestens neun tote Migranten vor Lesbos
Die Zahl derer, die aus der Türkei zu den Inseln übersetzen, bleibt nach Angaben des griechischen Flüchtlingsstabs weiter niedrig. Die Leichen seien wenige Seemeilen vor dem kleinen Hafen von Molyvos im Norden der Insel Lesbos entdeckt worden.

"Ich erkenne sehr deutlich, dass man sich dem entscheidenden Augenblick nähert", sagte Le Pen, die die EU bekämpft und aus dem Euro aussteigen will.

Aufatmen an den Aktienmärkten nach dem Sieg von Macron bei den Wahlen in Frankreich.

Der Wahlkampf für das Präsidentschaftsduell ist bereits im vollen Gange. Zerfetzt und verschmiert hing vielerorts herab, was zwei Wochen zuvor als strahlendes Konterfei eines Kandidaten aufgeklebt worden war. Le Pens Kampagnenchef warf Macron vor, er gehöre zum alten System und wolle zu wenig gegen den Terror, die entfesselte Globalisierung und die Einwanderung tun. Die Führung einigte sich auf folgende Empfehlung für ihre Anhänger: "Angesichts der Front National ist eine Wahlenthaltung keine Option".

Für die EU-Feindin Le Pen ist die Sache klar. Deutschland und Frankreich müssten als Kerne Europas die Stabilität der Eurozone weiter sichern und die Wettbewerbsfähigkeit aller EU-Länder vorantreiben, sagte Altmaier.

Im Stichwahlduell um die französische Präsidentschaft treffen am 7. Mai zwei Kontrahenten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zudem warb die Partei dafür, bei der Parlamentswahl für die Republikaner zu stimmen. Macron erwiderte kurz darauf: "Ich will der Präsident der Patrioten werden gegen die Bedrohung der Nationalisten". Nicht nur die Bundesregierung zeigte sich "froh und erleichtert" darüber, dass der proeuropäische Macron vor Marine Le Pen vom rechten Front National lag, sondern auch die Opposition.

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