• Nachrichten
  • International

Wahl in Frankreich: Le Pen legt FN-Parteivorsitz vorübergehend nieder

"Marine Le Pen ist unter ihren Erwartungen geblieben, zwar in die Stichwahl eingezogen, aber schlechter rausgegangen als erwartet".

Zum Vergleich: 2012 stimmten 6,42 Millionen Franzosen für die Partei, bei der Präsidentschaftswahl 2007 waren es nur 3,83 Millionen. Der sozialliberale Macron will die Zusammenarbeit in der Europäischen Union stärken, Le Pen will aus dem Euro und der EU aussteigen.

Chef der bayerischen CSU - Horst Seehofer (67) will über 2018 hinaus bleiben
Die dafür nötige Leidenschaft dafür habe er auch nach 37 Jahren als Berufspolitiker noch: "Die hat mich keinen Tag losgelassen". Der 67-Jährige will die CSU in die Landtagswahl im Herbst 2018 führen, er strebt eine dritte Amtszeit als Ministerpräsident an.

Deutschland: Seehofer: Habe einhellige Unterstützung des CSU-Vorstands
Er sei seit 37 Jahren Berufspolitiker, "da ist man dann schon mit Leidenschaft unterwegs, die hat mich keinen Tag losgelassen". Doch schon bei der Europawahl ein Jahr später ließ eine missglückte Wahlkampfstrategie die CSU dramatisch absacken.

Macron gegen Le Pen: Europa am Scheideweg
Macron habe den Mut, die Ideen und die Kraft, sein Land "aus der Lethargie zu führen" und die Spaltung Europas zu überwinden. Dennoch sei beunruhigend, dass mehr als 40 Prozent der Franzosen radikale und europafeindliche Kandidaten gewählt hätten.

"Ich für meinen Teil werde Emmanuel Macron wählen", sagte der Staatschef deswegen mit Blick auf die zweite Wahlrunde in zwei Wochen. Macron gilt das Favorit für das Finale. Sie griff ihren Kontrahenten Macron direkt an: "Weder bei dem Programm noch beim Verhalten von Herrn Macron lässt sich die geringste Liebe für Frankreich erkennen (.)", sagte sie. Das Lager von Le Pen warf Macron vor, er gehöre zum alten System und wolle zu wenig gegen den Terror, die entfesselte Globalisierung und die Einwanderung tun. In Berlin und Brüssel sorgte der Ausgang der ersten Runde denn auch für Aufatmen, die Finanzmärkte reagierten ebenfalls positiv. Seitdem hat Marine Le Pen eine Rekordwahl nach der anderen gefeiert. "Diesen Weg dürfen die Franzosen nicht gehen, und der gestrige Tag ist ein Hoffnungssignal, dass die Franzosen genau wissen, dass sie in die falsche Richtung führt, und dass Macron jetzt für die Zukunft Frankreichs steht, für Hoffnung und für Partnerschaft auf diesem Kontinent". Ich bin begeistert von dem Sieg Macrons. Durch aggressivere Töne in den letzten Tagen, Rassismus und Islamfeindlichkeit und durch den Vorwurf, die Regierung trage für die Terroranschläge Verantwortung, hat sie noch viele ihrer potenziellen Sympathisanten gegen sich aufgebracht. Entsendungen will Macron auf ein Jahr beschränken und "unfairen Wettbewerb" bekämpfen. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden. Liberale, Sozial- und Christdemokraten im EU-Parlament zeigten sich erleichtert, auch weil die rechtsextreme Kandidatin Le Pen nicht wie erwartet stärkste Kraft wurde. Hollande hatte Macron als seinen "Ziehsohn" 2012 in den Elyséepalast geholt und ihn 2014 zum Minister gemacht. Sie plant die Einstellung von 15 000 Polizisten und 40 000 neue Gefängnisplätze.

Le Pen: Sie will zur Rente mit 60 statt 62 zurückkehren und weniger Steuern für Geringerverdiener. Sie werben für den linksliberalen Kandidaten Emmanuel Macron und wollen ihm den Weg ins höchste Staatsamt ebnen - in der ersten Runde der Wahl erzielte er mit einer Zustimmung von 24 Prozent das beste Ergebnis aller Kandidaten. Noch deutlicher ist der Abstand bei Lehrern und leitenden Angestellten sowie anderen Akademikern: Sie entschieden sich zu 33,3 Prozent für Macron, dann folgen Fillon (22,3 Prozent) und Mélenchon (18 Prozent).

Lassen Sie Ihren Kommentar




Aktuelle Nachrichten



Empfohlen

Schwere Infektion Sorge um Elton John
Sind Online Automatenspielen in Österreich und Deutschland legal?
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax setzt seinen Rekordlauf fort
Türkische Regierung beschließt Verlängerung des Ausnahmezustands
Frankreich-Wahl: Macron und Le Pen in der Stichwahl
Macron gut 2 Punkte vor Le Pen
Thomas Gottschalk: Kritik an "Little Big Stars" - so reagiert er auf Kritik
Pharmakonzerne: Fresenius steigt ins Biosimilars-Geschäft ein
Frankreich: Le Pen legt Parteivorsitz nieder, um für alle Franzosen zu kandidieren
Wahlen Präsident Frankreich: Demokraten bilden Front gegen Le Pen