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Söder erwartet von Seehofer "absolute Mehrheit" in Bayern

Söder erwartet von Seehofer

Zuletzt schloss Seehofer allerdings eine Fortsetzung seiner Laufbahn nicht mehr aus.

Es ist das überraschende Ende eines mehrjährigen Dramas, in dem Seehofer vorgab, sich 2018 aus der Politik zu verabschieden und vorher für einen geordneten Übergang sorgen zu wollen. Jetzt ist das Gegenteil der Fall. Doch jetzt wurde bekannt: Horst Seehofer will offenbar auch nach 2018 CSU-Chef und Ministerpräsident von Bayern bleiben.

Allgemein wird damit gerechnet, dass der 67-Jährige sich unter dem Applaus des Parteivorstands für eine Fortsetzung beider Spitzenämter zur Verfügung stellt. Erst ein Jahr später, nach der dramatischen CSU-Wahlniederlage mit dem Verlust der absoluten Mehrheit, schlug Seehofers große Stunde: Im Herbst 2008 wurde er binnen weniger Tage Parteichef und Ministerpräsident. Intern war die neuerliche Kandidatur Seehofers seit längerem erwartet worden.

Innerhalb der CDU sollen die Pläne des CSU-Chefs jedoch mit zwiespältigen Gefühlen aufgefasst worden sein.

Die Motive, die zu seinem Umdenken geführt haben - angeblich hat sich Seehofer erst am Samstagnachmittag endgültig entschieden - lässt er im Vagen. Oder der CSU-Vize und Vorsitzende der EVP im Europäischen Parlament, Manfred Weber, der Seehofers Durchsetzungsfähigkeit im Bund preist. Ich bin überzeugt, dass die Basis und die Bevölkerung das auch so sieht. Finanzminister Markus Söder, der seit längerem als aussichtsreichster Nachfolgekandidat gilt, muss sich nun noch weiter in Geduld üben.

Ich, Horst CSU-Ministerpräsident Seehofer ist der festen Überzeugung, dass Bayern nur bei einem in guten Händen ist.

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Das dürfte wohl auch damit zu tun haben, dass vielen, die in der CSU als Nachwuchskräfte gelten, der Aufschub gar nicht ungelegen kommt.

"Herr Seehofer spricht seit Jahren von nichts anderem als vom Aufhören; wer öffentlich die eigene Amtsmüdigkeit so glaubwürdig inszeniert, wird nie und nimmer für eine volle Legislatur bis 2023 in der Politik bleiben". Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen.

Auch das Votum für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann als CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sei klug. Auf Listenplatz zwei folgt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. 100-prozentige Sicherheit könne zwar niemand versprechen, sagte der CSU-Politiker, der in bayerischen Umfragen von hohen Sympathiewerten getragen wird.

Seit seiner Ankündigung, 2018 die politische Karriere zu beenden, habe sich sowohl die weltpolitische als auch die parteipolitische Landschaft geändert. Eigentlich hatte er seinen Rückzug - vermeintlich definitiv - für 2018 angekündigt. Davon war er dann aber immer weiter abgerückt. Die SPD glaubt angesichts der Fortsetzung der Seehofer-Ära in Bayern nicht an einen dauerhaften Frieden zwischen CSU und CDU.

Dass der häufig als Populist kritisierte Seehofer wenig Rücksicht auf die Schwesterpartei und deren Vorsitzende nimmt, hatte sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt. Der Ex-Verteidigungsminister selbst zierte sich aber stets, aus seinem Exil in den USA zurückzukehren; dass er nun sieben Mal in Bayern auftritt, hat schon Signalwirkung - nach innen wie nach außen.

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