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Übung macht den Trump: US-Präsident probt heimlich seine Rede

Übung macht den Trump: US-Präsident probt heimlich seine Rede

Ganz präsidial hat Donald Trump seine erste Rede vor dem US-Kongress gehalten.

Doch auch wenn Trump seine Rhetorik deutlich mäßigte, seine wichtigsten Superhits durften auch in seiner Rede vor den beiden Kammern des Kongresses, dem Repräsentantenhaus und dem Senat, nicht fehlen: Er versprach, seine Aufmerksamkeit den von Washington und der Wirtschaft "vergessenen Männern und Frauen" zu widmen, als er einmal mehr eine "große Mauer" zum Nachbarland Mexiko ankündigte, brandete heftiger Applaus in den Reihen der Republikaner auf, als er seine Kampagnen-Platte "Make America great again" auflegte, ebenso. "So habe ich ihn noch nie reden hören", sagt eine Moderatorin im Fernsehsender CBS etwas verdattert. Weiter ins Detail ging Trump nicht. "Warum tun wir uns nicht zusammen und erledigen die Arbeit?", fragt er.

Die Menschen in den USA, sagte Trump, hätten gegen diese katastrophale Situation, wie er sie beschrieb, und die falschen Prioritäten der Eliten rebelliert. Als Erfolg kann Donald Trump klar verbuchen: Er hat seine staatsmännische Seite gezeigt. Die Republikaner wollen aber möglichst rasch die Abschaffung der Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama vorantreiben - die auch als "Obamacare" bekannt ist - und das Steuersystem des Landes reformieren. Die republikanischen Kongress-Abgeordneten quittierten diese Aussagen mit langem Beifall.

Auch der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders geht in seinem viertelstündigen Video-Kommentar zur Trump-Rede auf das ein, was der Präsident nicht gesagt hat. Sogar eine Amnestie für unbescholtene illegale Flüchtlinge ist laut Medienberichten möglich. Stunden vor seinem Auftritt, berichtete die New York Times, habe Trump bei einem Lunch mit Journalisten durchblicken lassen, er könne sich vorstellen, nichtregistrierten Migranten den Weg in die Legalität zu ebnen. Am Dienstagabend im Kongress wollte er.

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Seinem Land versprach Trump eine historische Steuerreform. Trump poltert in gewohnter Manier wieder gegen Mexikaner und muslimische Einwanderer. Die USA sind eine Demokratie mit Gewaltenteilung, kein autoritäres Präsidialsystem. Die Art seines Auftretens unterschied sich aber sehr von vorherigen Reden. Dazu sollen an der Grenze neue Haftanstalten gebaut werden. Die US-Verfassung bietet tatsächlich zwei Möglichkeiten dafür. Sie haben das Recht auf eine Anhörung vor einem Richter.

Erneut forderte Trump eine Totalrenovation der amerikanischen Infrastruktur mit einer Billion Dollar an privaten und öffentlichen Investitionen - ohne aber auch nur anzudeuten, woher die öffentlichen Mittel dafür kommen sollen. Details nennt der Präsident nicht.

Im Gegenzug sollen 54 Milliarden US-Dollar bei den meisten anderen Ministerien und Regierungsagenturen eingespart werden. Unter den Zuhörern im Saal befindet sich auch Carryn Owens, die Witwe eines US-Soldaten, der im Januar bei der ersten von Trump befohlenen Militäraktion im Jemen ums Leben gekommen ist. Ihr Schmerz rührt Millionen Fernsehzuschauer. Endlich ein präsidentieller Trump, der sich in Richtung Parteilinie bewegt.

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